Mehr Kund*innen, weniger Aufwand Was du erreichen kannst, wenn du deinen Kurs didaktisch überarbeitest – Onlinekurs-Geschichten mit Dennis Jedlicka

Ich habe schon viele Onlinekurse gesehen. Aber einen mit über 200 Videolektionen? Das ist mir bisher nur einmal begegnet. Und dieser Kurs gehört meinem heutigen Gast.

Dennis Jedlicka ist LinkedIn-Berater und unterstützt Coaches, Berater und B2B-Dienstleister*innen dabei, LinkedIn als zuverlässigen Marketing- und Vertriebskanal aufzubauen. Was als einzelner Onlinekurs begonnen hat, ist über die Jahre zu einem ganzen Kurssystem gewachsen.

Heute nimmt uns Dennis mit hinter die Kulissen von seinem Onlinekurs: Wir sprechen darüber
  • wie es überhaupt zu dem Kurs kam und wie der Kurs über die Zeit so unglaublich groß geworden ist
  • wie der Kurs heute in seiner Arbeit eingesetzt wird 
  • und wann der Schritt vom 1:1 zum Onlinekurs Sinn ergibt.
Dennis Jedlicka

LinkedIn-Berater Dennis Jedlicka

Außerdem werden wir darüber sprechen, dass Skalieren oft viel zu einseitig betrachtet wird, und du erfährst von Dennis, warum er sich letztes Jahr - trotz gutem Feedback - dazu entschieden hat, den Kurs grundlegen zu überarbeiten. 


Hier kannst du dir das Interview anhören:

Hier findest du das Transkript der Folge:

Das Transkript ist für eine leichtere Lesbarkeit in Abschnitte mit Zwischenüberschriften geglieder, die sich an den einzelnen Fragen orientieren, die ich Maren im Inteview gestellt habe. Außerdem findest du im Text noch ein paar weiterführende Ressourcen, falls du noch tiefer in das Thema einsteigen möchtest


Worum geht es in deinem Onlinekurs?

Katharina:

Dennis, ich freue mich riesig, dass du heute da bist. Bevor wir tiefer in das Gespräch über deinen Onlinekurs reinstarten, würde ich dich bitten, unseren Hörer*innen einmal kurz zu erzählen, worum es in deinem Onlinekurs überhaupt geht.


Dennis:

Ja, mein Name ist Dennis Jedlika, ich bin LinkedIn-Berater, LinkedIn-Dienstleister, mal im Großen und Ganzen. Und bei mir geht es um das Thema LinkedIn, auch darum, wie man vor allem organisch Kunden über LinkedIn gewinnt, mit einer klaren Content-Strategie, mit Direktansprache, mit einem soliden LinkedIn-Profil. Das ist der Kern des Ganzen, ummantelt von ein paar anderen Bereichen wie einem klaren Fundament, einer guten Positionierung, auch einem soliden Vertriebsprozess.

Also man sieht schon, es ist dann doch nicht nur LinkedIn, sondern etwas umfangreicher im Endeffekt.


Katharina:

Unter deinem Onlinekurs gehst du dann mit deinen Kund:innen quasi diesen ganzen Prozess durch?


Dennis:

Richtig, genau. Das heißt, wir gehen einmal den ganzen Prozess vom Fundament an durch. Das bedeutet, dass wir erst das Fundament gemeinsam aufstellen: Die Positionierung, die Zielgruppe, das Angebot schärfen. Natürlich haben viele das Ganze auch schon. Da kann man immer, ja, ich sage mal, das Ganze nochmal glatt ziehen. Manche haben das eben auch noch nicht, da stellt man natürlich alles ganz neu auf.

Wenn das dann steht, wird es in eine klare Marketing-Kommunikation gegossen sozusagen. Diese findet sich dann auch auf dem LinkedIn-Profil wieder. Auf LinkedIn, wenn das Profil dann steht, geht es vor allem um eine Vernetzungsstrategie, um eine Content-Strategie, eine Direktnachrichtenstrategie – also diese klassischen LinkedIn-Bereiche. Die stellen wir auch gemeinsam auf und führen das Ganze dann in einen klaren Vertriebsprozess über. Das heißt: Wie führe ich ein Erstgespräch richtig? Wie führe ich ein Zweitgespräch richtig? Wie mache ich eine Einwandbehandlung, dass es sich wirklich menschlich und gut anfühlt, ja, nicht irgendwie aufdringlich?

Und was ich immer mache und auch in meinem Kurs mache, ist, dass ich mir mit den Leuten nochmal anschaue, was gibt es drumherum dann noch? Also: Macht der Einsatz von Leadmagneten, Schrägstrich Freebies Sinn? Macht es Sinn, E-Mail-Marketing anzuknüpfen? Welche anderen Kanäle sind auch entsprechend da? Und tatsächlich schauen wir alles an.

Also LinkedIn ist so der Einstieg auch in meiner Kommunikation im Marketing. Nur, wie gesagt, es gibt einfach viele, viele Bereiche drumherum, die dann im Kurs mitunter alle abgedeckt sind. Ja, also es ist kein reiner LinkedIn-Kurs nicht mehr, besser gesagt. War es früher mal, aber das hat sich doch alles sehr, sehr weiterentwickelt.



Wie kam es zum Onlinekurs – und warum nicht einfach im 1:1 bleiben?

Katharina:

Weil du gesagt hast, es war früher mal – wie kam es dazu, dass du diesen Onlinekurs erstellt hast? Also, was war jetzt der Moment oder Auslöser, wo du gesagt hast, okay, ich gehe jetzt in einen Onlinekurs? Weil viele arbeiten ja im 1:1 und bleiben im 1:1. Also, wo hast du gesagt, okay, ich mache jetzt diesen Kurs?


Dennis:

Ja, also: Als ich mit dem Marketing-Thema gestartet bin – das ist meine dritte Firma hier mittlerweile –, habe ich erst Agenturdienstleistungen angeboten. Das heißt, wir haben wirklich LinkedIn-Accountmanagement gemacht und haben dann gesehen, okay, wie ist es, das Ganze für Kunden umzusetzen. Bin dann sehr stark in die Beratung geswitcht, habe da natürlich, wie man es immer anfangs erstmal macht, viel 1:1-Beratung gemacht.

Und habe dann gesehen: 1:1-Beratung ist super. Es gibt aber doch auch Themen, da wäre es schon gut, wenn sich die Kunden das mal in Ruhe anschauen könnten. Weil klar, manche Dinge muss man individuell besprechen, aber wie ich mich richtig auf LinkedIn vernetze, das kann man sich auch vielleicht mal in einem Video in Ruhe am besten anschauen. Und dann kam so dieser Gedanke auf: Okay, wie kann ich das Ganze zusätzlich zur 1:1-Beratung erstmal zur Verfügung stellen?

Und das Ganze hat sich dann aufgrund dieses Faktors der Skalierfähigkeit immer mehr in ein Gruppenangebot entwickelt. Ich biete trotzdem noch 1:1-Elemente an, je nach Umfang der Zusammenarbeit. Aber so hat sich dann entwickelt, dass es einfach zu einem größeren Kurs geworden ist, dass ich gesagt habe, ich könnte eigentlich noch viel, viel mehr als nur ein paar einzelne Bausteine da reinpacken.

Und vor allem war das Feedback halt auch gut. Das Feedback von den 1:1-Kunden, die gesagt haben: Es ist so cool, dass ich mir nochmal irgendwie was zusätzlich anschauen kann, zusätzlich zu den Calls. Ja, und das hat mich dann auch so überrascht, weil ich erst dachte, okay, man muss die Leute irgendwie ja fast schon dazu nötigen, diese Videos zu schauen, weil jeder nur 1:1 arbeiten will.

Aber was die Leute eigentlich wollen, ist mir aufgefallen, ist die Kombination aus diesen Dingen: Aus dem Ich-kann-mal-was-selber-anschauen, ich habe aber auch eine Möglichkeit, jemand zu erreichen, wenn ich mal eine Frage habe. Und das hat auch die Kundenergebnisse dann stark verbessert, die Kundenzufriedenheit verbessert und das Ganze natürlich auch für mich als Anbieter nochmal skalierbarer gemacht. Sonst könnte ich die Vielzahl an Kunden gar nicht betreuen, oder zumindest nicht so betreuen, dass sie sich auch weiterhin individuell betreut fühlen.


Katharina:

Spannend, was du erzählst, weil das ist ja oft so ein Punkt, den viele so ein bisschen scheuen, vom 1:1 in Richtung Onlinekurs zu gehen. Dieses Gefühl: Okay, dann betreue ich meine Kund:innen ja schlechter, und Onlinekurse haben ja leider auch noch diesen Ruf, dass es einfach so ein Qualitätsabfall ist. Und das finde ich total spannend, dass du das auch aus Kund*innenperspektive so zurückgespiegelt bekommen hast, dass die gesagt haben: Boah, das ist eigentlich super für uns, weil wir dann einfach auch nochmal tiefer einsteigen können.


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Wie ist der Kurs so gewachsen?

Katharina:

Du hast das jetzt vorher schon angesprochen: Der Kurs hat mal als LinkedIn-Kurs gestartet. Heute haben wir über 200 Videolektionen, glaube ich, hast du gesagt. Und das ist damit mit Abstand der umfangreichste Onlinekurs, den ich je in meiner Arbeit kennengelernt habe. Das war von Anfang an nicht so geplant, also dass der Kurs immer größer wird. Wie kam es, dass der so gewachsen ist?


Dennis:

Ja, es war am Anfang – also als ich diese ersten Videos reingepackt hatte, da waren es dann mal 50, 60 Videos, dann ging es irgendwann auf 80 Videos ungefähr hoch. Und so war es dann erst mal eine Weile, als ich nur LinkedIn beigebracht habe sozusagen. Und dann habe ich gemerkt: Okay, eigentlich brauchen die Kunden noch viel mehr als nur LinkedIn, sondern eben auch noch Positionierung, Vertrieb et cetera. Und so ist es irgendwie immer mehr geworden.

Und dieser Kurs ist dann so ein Sammelsurium an Impulsen und Anleitungen und Lektionen von mir geworden. Und das war ja auch irgendwann dann der Grund, dass ich gesagt hatte: Das ist jetzt so zusammengeschmissen von A bis Z. Man findet viele Sachen drin, aber es ist vielleicht auch gar nicht so der rote Faden da. Und ich wollte auch einfach sicherstellen, dass es eben auch mit steigender Anzahl der Lektionen keinen Qualitätsverlust gibt. Deswegen habe ich dann auch zu dir den Kontakt gesucht.

Und so ist es dann über die Zeit gewachsen. Mittlerweile ist es nochmal gewachsen, also wir haben sicherlich mittlerweile wahrscheinlich über 300 Lektionen da drin. Also wirklich sehr umfangreich. Es ist einfach aus diesem LinkedIn-Marketing-Thema ein ganzheitliches Marketing- und Vertriebssystem mit LinkedIn-Fokus geworden sozusagen. Und das alles daraus entstanden, was die Kunden einfach gebraucht haben, weil ich dann auch so diesen Schritt zurückgemacht habe – also weg von dem: Was will ich jetzt eigentlich verkaufen? Was will ich jetzt eigentlich anbieten? Sondern: Was brauchen die Kunden, um wirklich gute Ergebnisse zu erzielen?

Und da muss man als Anbieter auch manchmal ein bisschen selbstlos sein, ja, und sich fragen, okay: Was brauchen die Kunden? Kann ich das auch bieten? Ja, auch wenn es vielleicht einen Mehraufwand erstmal darstellt, das noch zu bieten. Nur im Endeffekt profitiert ja jeder davon, wenn letztendlich auch die Ergebnisse von allen und die Zufriedenheit einfach deutlich höher ist.

So hat sich das entwickelt. Auch jetzt, immer wenn ich irgendwelche Punkte aufschnappe von Kunden, die sagen: Hey, das wäre noch spannend, dann überlege ich, wo könnte ich das einbauen? Kann ich das überhaupt beibringen, weil ich irgendwie selber auch schon Erfahrung natürlich dann habe, vielleicht in dem Bereich? Dann gucke ich mir das an, notiere mir das und packe da fast 14-tägig neue Videos rein, würde ich sagen.


Katharina:

Das ist natürlich auch praktisch mit einem Onlinekurs, weil du gerade auch diese ganzen Randthemen dann einmal aufnimmst, einmal produzierst, einmal die ganzen Kurselemente dazu machst, und dann ist das einfach verfügbar. Also, wenn dann wieder jemand kommt, dann kannst du einfach sagen: Ach, schau da rein, da ist das schon. Und dann ist das abgedeckt. Und das ist dann nicht immer und immer wieder, dass das dann auch eins zu eins an dich dran getragen wird.

Wie lange gibt's den Kurs jetzt schon? Also wie lange ist das her, dass du mit dem Kurs gestartet bist?


Dennis:

Also in dieser Form seit anderthalb Jahren etwa. Davor auch schon so ein bisschen ein paar Ideen und auch mal einzelne Videos, aber seit anderthalb Jahren ist er so stark am Wachsen, der Kurs, und habe ich dem mehr Aufmerksamkeit geschenkt sozusagen.


Wie nutzt du den Kurs in deiner Arbeit?

Katharina:

Und wie hilft dir der Kurs aktuell in deiner Arbeit? Weil das ist ja schon mal erst so ein Riesenpaket und ich kann mir vorstellen, dass das einfach auch, wenn ich das jetzt mal auf alles auf einmal so kriege und sage, okay, jetzt mach mal, dass das einen ein bisschen erschlägt. Das heißt: Wie nutzt du das in deiner Arbeit und wie hilft dir der Kurs, so zu arbeiten, wie du heute arbeitest?


Dennis:

Also, es ist immer noch so, dass manche davon erschlagen sind. Manche finden es total toll mit ganz vielen Videos und Lektionen und so weiter. Ich denke, man kann es da nie jedem ganz recht machen sozusagen.

Worauf ich sehr Wert lege, ist, dass ich nicht nur diesen Videokurs, sage ich mal, diesen Onlinekurs zur Verfügung stelle, sondern auch Calls in der Gruppe anbiete, auch teilweise Calls einzeln natürlich mit den Leuten habe, dass man immer einen direkten Draht über Slack oder WhatsApp einfach auch zu mir hat. Das heißt, da ist aus jeder Welt dann was dabei. Der eine guckt lieber die Videos, der andere kommt lieber in die Gruppencalls, der nächste fragt mich lieber irgendwelche Sachen per WhatsApp zum Beispiel. Und da muss man einfach gucken, dass man auch erkennt, was ist für den Kunden am angenehmsten letztendlich.

Und was ich mache, ist immer – weil dieser Kurs natürlich so eine klare Struktur eigentlich hat –, mir zu Beginn jeder Zusammenarbeit nochmal anzuschauen: Wo steht der Kunde wirklich? Was sind die wichtigsten Schritte in seiner Situation? Und das muss nicht sein, dass wir mit Positionierung anfangen. Das kann auch sein, wir fangen direkt mit Content-Erstellung an, wenn das andere einfach schon klar ist.

Und da wirklich zu schauen: Was ist der individuelle Fahrplan durch den Kurs? Und sich dann immer wieder Elemente rauszunehmen, die dann wichtig sind. Wenn wir sagen: Hey, wir gehen jetzt das Thema Positionierung an, guck dir bitte mal die Positionierungsinhalte einmal an und nimm mich aber mit ins Boot – sag mir, wo bist du gerade, wo stehst du rund um die Aufgaben, wo brauchst du Feedback? Und dann packen wir das nächste Modul.

Natürlich kann man nicht verhindern, dass der eine oder andere dann wild in alle möglichen Module reinschaut, das ist dann natürlich schwierig zu verhindern. Das ist aber nicht das Ziel. Also, ich sage immer: Es soll ja keine Beschäftigungstherapie sein, dass man irgendwie nur Videos anschaut, stundenlang, sondern wir wollen das nur unterstützend für die einzelnen Themenbereiche nehmen.

Weil es gibt ja auch viele Dinge – Stichwort Positionierung –, da muss ich mich abends mal hinsetzen, vielleicht in Ruhe mit einer Tasse Tee, und dann mal meinen Journal zücken und da ein bisschen reflektieren. Wie will ich denn online wahrgenommen werden und so weiter? Das ist jetzt nichts, was man mal schnell schnell in einem Gruppencall macht, dann muss man einfach selber mal überlegen, bevor man dann wirklich in die Umsetzung auch gehen kann. Und dafür finde ich es dann einfach super.


Katharina:

Das finde ich auch mit einer der schönsten Sachen an Onlinekursen, dass du die so modular nutzen kannst. Weil viele haben bei einem Onlinekurs ja im Kopf: Ich habe da diese feste Struktur und jeder, der da kommt, der muss einfach von Punkt 0 bis Punkt Z durch diesen Kurs durchgehen. Und ich glaube, das ist nochmal so ein Relikt einfach aus der 1:1-Arbeit oder aus der Schulzeit, wo wir natürlich alle gleichzeitig da waren und die Zeit auch gleichzeitig verbringen mussten, dass wir eben denken, wir müssen in dieser Struktur so entlanggehen.

Aber mit Onlinekursen hast du natürlich die Möglichkeit, das da auch individueller aufzubauen, und das finde ich total schön. Also, du hast als Kursanbieter diesen Überblick, wo ist was im Kurs. Und das finde ich toll, dass du da so ein umfangreiches Onboarding hast, wo du dann auch schaust: Wo stehen die Leute, was brauchen sie, und was wären jetzt die nächsten Schritte für sie? In der Medienpädagogik nennen wir das gerne individuelle Kurspfade, aber das ist nichts anderes, als dass du das einfach für sie so zusammenpackst, dass sie einfach wissen, was ihre nächsten Schritte sind, wie sie am besten weiterarbeiten können, und dass dann einfach alles da ist, was sie auf dem Weg zu ihrem Ziel brauchen – und sie aber nicht eben alles machen müssen. Sondern ihren Weg so durch den Kurs gehen können.


Skalieren – was bedeutet das wirklich?

Katharina:

Viele zögern ja, diesen Schritt dann zu machen, also vom 1:1 zum Onlinekurs, vom 1:1 zum Skalieren. Was ist deine Erfahrung damit? Also, wo sagst du, das war eine gute Entscheidung, eine schlechte Entscheidung? Für wen lohnt sich das? Für wen vielleicht eher nicht? Nimm uns da gerne mal mit, was so deine Erfahrungswerte dazu sind.


Dennis:

Ja, das mit dem Skalieren ist ein spannendes Thema. Ich hatte erst vor kurzem dazu einen Newsletter geschrieben. Denn mit Skalieren wird immer gerne verbunden: Ja, da will man nur so viel Geld wie möglich machen und da will man irgendwie die Leute in irgendein Gruppenangebot pressen. Hauptsache, man kann den Umsatz steigern.

Und ja, das ist eine Möglichkeit, Skalieren zu definieren, sicherlich. Auf der anderen Seite gibt es eben auch viele, die wollen gar nicht nur um jeden Preis den Umsatz steigern, sondern wollen vielleicht mehr Zeit mit der Familie, mehr Zeit für ihre eigene Weiterbildung et cetera und wollen nicht möglichst viel arbeiten, sondern wollen einfach auch ihr Leben freizeittechnisch genießen. Und auch dann brauche ich ein skalierfähiges Angebot, weil nur das wird es mir ermöglichen, mit 20 Stunden die Woche trotzdem so viel zu verdienen, dass ich gut für meine Liebsten sorgen kann und dann auch entsprechend Freizeit habe. Also, da auch mal im Kopf vielleicht diesen Switch zu machen: Das ist nicht nur wichtig und spannend für mich, wenn ich jetzt 100.000 Euro im Monat verdienen möchte, sondern das ist auch für ganz andere Aspekte einfach hilfreich.


Bei mir ist sicherlich der Hauptaspekt die Umsatzsteigerung gewesen. Also, ich arbeite super gerne, ich arbeite auch viel. Bei mir ging es jetzt nicht darum, dass ich weniger Arbeit an sich möchte. Ich möchte mit dem gleichen Zeitinvest mehr Kunden ohne Qualitätsverlust betreuen. Das war so dieser Aufhänger für mich.

Wie kann ich mehr Kunden annehmen, tatsächlich auch zu einem günstigeren Preis? Also, es ist natürlich in Kombination mit diesen Gruppenelementen deutlich günstiger als eine enge 1:1-Zusammenarbeit, wo wir nur jede Woche ein, zwei, drei 1:1-Calls haben. Und das ermöglicht es dann auch Leuten, die sich vielleicht die 1:1-Zusammenarbeit nicht hätten leisten können, doch von dem Wissen zu profitieren. Das heißt, aus meiner Sicht auch eine gute Variante.

Es heißt ja nicht, dass man kein 1:1 mehr machen darf – kann man ja immer noch machen –, aber einfach als Ergänzung. Und hat somit seine Zielgruppe erweitert, weil man unterschiedliche Budgetgrößen anspricht, und hat auch einfach selber eine gewisse Abwechslung. Mir macht es Spaß, immer mal wieder 1:1-Calls mit Kunden zu machen. Mir macht es aber auch wahnsinnig Spaß, Support über Slack oder WhatsApp zu machen. Und ich finde auch Gruppencalls super cool und nehme auch gerne mal Inhalte für meinen Onlinekurs auf.


Also, wenn man jemand ist, der Abwechslung auch liebt im Business, dann ist das sicher eine sehr, sehr gute Sache und eine gute Überlegung, das Ganze anzugehen. Wie gesagt, nicht nur unter diesem Umsatzaspekt, sondern da kommt noch ganz viel weiteres mit dazu.

Auf der anderen Seite bedingt ein ganz skalierfähiges Angebot natürlich irgendwie ein bisschen die Standardisierung. Und Standardisierung ist auch nichts Schlechtes. Standardisierung heißt: Ich kann für gute oder exzellente Ergebnisse sorgen, immer wieder replizierbar. Und das bedeutet natürlich auch diese Standardisierung. Das heißt nicht, dass dadurch die Qualität leidet, aus meiner Sicht, sondern dass die Kunden auch wissen: Okay, da gibt es ein System mit Spielraum für Individualität natürlich, das aber anscheinend immer wieder funktioniert. Wenn da schon hunderte Leute durchgelaufen sind, in Anführungszeichen, dann ist es ja auch ein Zeichen von Professionalität.

Nicht, dass ich jetzt jedes Mal neu anfange zu überlegen: Ach, was könnte jetzt bei der Katharina passen und was könnte jetzt bei dem Michael passen. Also, das ist ja dann auch nicht ganz optimal. Schöner wäre es, wenn jemand wüsste: Ich kann mich auf ein System verlassen, wenn ich beim Dennis jetzt was buche. Und das finde ich auch einen super Effekt davon.


Katharina:

Ja, das ist ein interessanter Gedanke, diese Standardisierung jetzt nicht einfach als Nachteil zu sehen. Vor allem, wenn ich das jetzt auch in Kombination denke von dem, was du vorhin gesagt hast mit diesem Modularen, wie dein Kurs auch aufgebaut ist. Das heißt jetzt nicht, dass das jetzt die 0815-Lösung für alle anderen gibt. Denn auch so ein Onlinekurs – das ist jetzt vielleicht ein standardisierter Prozess –, aber ein guter Onlinekurs lässt auch immer zu, dass du individuelle Wege gehst, individuelle Lösungen findest und das dann auch auf deine Art und in dein Angebot und dein Unternehmen und auf deine Zielgruppe anpasst. Und dann, wenn du einen standardisierten Weg hast, kommt wieder ein individuelles Ergebnis dabei raus. Aber den Prozess an sich zu standardisieren, da gebe ich dir vollkommen recht, das ist für alle Beteiligten einfach auch einfacher und natürlich auch so ein Stück weit so ein Vertrauens- und Qualitätsmerkmal, einfach weil es sich bewährt hat über die Zeit.


Mehr verkaufen durch günstigere Preise – geht das auf?

Katharina:
Ich wollte noch mal an der anderen Stelle ein Stück einhaken, weil du hast gesagt, Zeit dann auch zu reduzieren. Oft heißt das ja: Okay, wenn ich jetzt mal einen Onlinekurs habe, der ist günstiger im Preis, dann muss ich dann natürlich auch viel, viel öfter verkaufen, um auf demselben Umsatzlevel anzukommen. Und statt dann quasi mit Kund:innen zu arbeiten, bin ich dann 24/7 mit Marketing beschäftigt – also so überspitzt formuliert. Wie ist da deine Erfahrung mit?


Dennis:

Also, ich versuche bei meinen Kunden da ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass die meiste Zeit einfach immer in Marketing und Vertrieb fließt. Das ist einfach so, ja. Also, sicher nicht 100 Prozent der Zeit, aber doch ein deutlich höherer Prozentsatz, als die meisten annehmen.

Vor allem, wenn auch viele vielleicht früh über Netzwerk und Empfehlungen viele Kunden gewonnen haben. Jetzt verändert sich die Marktlage, mehr Anbieter drängen auf den Markt und die Nachfrage sinkt ein bisschen – dann stehe ich natürlich direkt im Wettbewerb auch mit anderen und muss irgendwo schauen, wo ich bleibe. Dann ist klar, muss man irgendwie mehr auf LinkedIn aktiv sein, mehr YouTube-Videos machen, mehr Podcast-Folgen aufnehmen, was auch immer, um dann natürlich auch eine gewisse Sichtbarkeit zu erlangen.

Aus meiner Sicht ist durch diesen reduzierten Preis bei einem skalierfähigen Angebot – also in der Regel ist es ja etwas reduziert im Vergleich zum kompletten 1:1 – die Zielgruppe auch gleichzeitig größer. Das heißt, ich kann einfach mehr Leute ansprechen, oder ich spreche automatisch mehr Leute an, wodurch sich dieser Marketing- und Vertriebsaufwand aus meiner Sicht nicht wirklich erhöht, weil ich das Gleiche mache, aber automatisch mehr Leute anspreche. Weil ich in unterschiedlichen Preiskategorien mit den Menschen arbeiten kann und denen weiterhelfen kann. Und deswegen ist einfach nur die Zielgruppe mit einem Schlag größer und ansonsten ändert sich auch nicht viel.

Also da würde ich jetzt keine Sorgen haben, dass es dann irgendwie dazu führt, dass man deutlich mehr machen muss.

Was natürlich ein Punkt ist: Wie lange ist die Laufzeit des Ganzen auch? Also, wie lange arbeite ich da mit den Kunden? Wenn ich natürlich nur zwei Wochen mit jemandem arbeite, der irgendwie einen Onlinekurs bei mir bucht, und das ist dann auch noch zum geringeren Preis, dann wird es vielleicht schwierig und ich hänge die ganze Zeit im Marketing fest. Auf der anderen Seite, wenn ich da Laufzeiten von drei, sechs, zwölf Monaten habe, je nachdem, dann habe ich natürlich trotzdem auch eine gewisse Planbarkeit bei den Einkünften. Die Leute können es monatlich zahlen, ist auch nochmal super, dass jemand es nicht auf einmal zahlen muss. Dann ist es wiederum Win-Win und haben einfach eine gewisse Planbarkeit.


Katharina:

Super, super spannender Aspekt, den du da ansprichst. Das habe ich tatsächlich noch nie so gehört. Gut, dass du einfach da auch diese Erfahrung mitbringst und das hier mit mir und uns geteilt hast. Weil natürlich klar: Wenn der Preis runtergeht, dann ist es für mehr Leute interessant und auch für mehr Leute im Budget, und dann ist die Zielgruppe auch größer. Interessanter Aspekt, das werde ich mir auf jeden Fall im Kopf behalten, sobald mich jemand mal wieder genau zu dem Thema anspricht.



Warum hast du den Kurs trotz gutem Feedback überarbeitet?

Katharina:

Du hast es vorhin schon angesprochen: Du hast den Kurs jetzt eine Zeit lang gehabt. Der ist immer weiter gewachsen. Das Feedback war gut. Und trotzdem hast du dich letztes Jahr dazu entschieden, den Kurs grundlegend zu überarbeiten. War das einfach nur, weil er immer größer und größer geworden ist, oder gab es da noch andere Gründe für?


Dennis:

Ich habe gemerkt, dass ich zu diesem LinkedIn-Thema eben dann alle möglichen anderen Bereiche damit reingeschmissen hatte. Also, wie gesagt: Positionierung, Zielgruppe, Angebot, Vertrieb, Leadmagneten, E-Mail-Marketing. Irgendwie war es dann so ein Sammelbecken von einzelnen Themenbereichen. Und wo ich mir irgendwann einfach nicht mehr sicher war – natürlich hatte ich so einen Fahrplan, ein System, so einen halben roten Faden, sage ich mal –, nur ich war mir nicht mehr sicher, ob das wirklich so zum Ziel führt, dass ich jetzt einfach ein Sammelsurium an X-Videolektionen habe.

Wann ist es sinnvoll, mal was Schriftliches mitzugeben, eine Checkliste? Wann soll ich mal eine Aufgabe stellen? Wie viele Aufgaben soll ich überhaupt stellen? Oder denkt sich jeder die Aufgaben selber aus, wenn er einfach ein Video anguckt? Da war ich mir irgendwann nicht mehr sicher, ob ich im Laufe der Skalierung – zum einen des weiteren Ausbaus des Kurses, zum anderen auch mit steigender Kundenanzahl – ob ich da die Leute auf den richtigen Weg schicke mit diesem großen Kurs im Prinzip.

Und bei mir war ja dann schon viel da, es waren viele Videolektionen da und so weiter. Das wollte ich einfach glatt ziehen, das Ganze. Habe das dann allerdings auch als Anlass genommen, die Videos damals, die jetzt nicht mit dem besten Mikrofon und der besten Kamera aufgenommen waren, das alles nochmal zu machen.

Also, es waren zu dem Zeitpunkt schon irgendwie 200 Videos eigentlich da. Die habe ich alle neu abgedreht. Seitdem, glaube ich, eben nochmal gut 100 neue. Und das ist dann auch alles auf dem aktuellen Stand. Und ich habe das alles komplett aktualisiert und habe dann eben auch gelernt: Okay, wie geht man ran an so eine Modulplanung, an so eine Videoplanung? Muss ich mir da ein komplettes Skript davor machen? Kann ich es einfach frei erzählen? Ich denke, da gibt es auch nicht unbedingt immer richtig oder falsch. Es gibt mehrere Wege, die ja zum Ziel führen.

Nur da war diese Anleitung von dir einfach und die Unterstützung unglaublich wertvoll – diese ganzen Themen mal zu Papier zu bringen und sich dann auch gezwungenermaßen, weil ich ja bei dir was gebucht hatte, sich dann auch mal intensiv mit diesen Themen zu beschäftigen. Weil sonst landet es irgendwo auf der To-do-Liste Prio Z oder so. Und die Frage ist, wann geht man es dann endlich mal an?

Und deswegen auch ganz klar: So früh wie möglich das Ganze angehen und auch nicht in diesen Perfektionismus verfallen, sondern zu sagen: Hey, ich starte jetzt mal, das ist eine 80%-Variante, ist völlig in Ordnung, und das kann ich ja eben später weiter ausbauen. Das hat mir auch nochmal so ein bisschen mehr Leichtigkeit gegeben, dass du auch gesagt hast: Man kann jederzeit was hinzufügen, guckt dann, wie fügt sich das gut ein. Und das war schon sehr, sehr hilfreich und wertvoll.


Katharina:

Super, das freut mich sehr zu hören. Auch danke nochmal für das Feedback. Und für unsere Hörer:innen möchte ich an der Stelle nochmal einen Punkt hervorheben. Du hast gesagt, du hast knapp 300 Videos aufgenommen und diese 300 Videolektionen in einem halben Jahr erstellt. Wie lange hast du dafür gebraucht, das fertig zu machen?


Dennis:

Ja, also genau seit dem Start unserer Zusammenarbeit, wo ich alles nochmal neu aufgenommen hatte, waren es dann, ich glaube, vier oder fünf Monate bis alles fertig war. Ich war zwischendrin im Urlaub und so weiter. Also, wenn ich mich da komplett drauf fokussiert hätte, wäre es wahrscheinlich auch in drei Monaten möglich gewesen. Und ich glaube, nicht jeder hat so einen riesigen Kurs, deswegen geht es für die meisten viel, viel schneller.


Katharina:

Deswegen wollte ich das nochmal hervorheben. Also, es ist auch möglich, einen umfangreichen Onlinekurs zu erstellen, ohne da jetzt Jahre mit beschäftigt zu sein. Es ist natürlich immer auch eine Frage der Planung, eine Frage der Koordination, wie viel Zeit nehme ich mir dafür. Aber auch so ein umfangreicher Onlinekurs – da musst du jetzt nicht Jahre mit beschäftigt sein. Es ist durchaus möglich, das in ein paar Monaten gut und qualitativ über die Bühne zu bringen.


Was hat sich durch die Überarbeitung verändert?

Katharina:

Was hatte dich am meisten überrascht, als wir uns den Kurs zusammen angeschaut haben? Weil ich weiß noch, dass du am Anfang so ein bisschen geschluckt und gedacht hast: Okay, es ist doch mehr Aufwand als gedacht. Was war dann für dich so der große Aha-Moment? Man sieht anfangs ja nur – als Laie sieht man nur : Okay, ich muss da ein Video aufnehmen, ich muss da irgendwie eine Checkliste erstellen.


Dennis:

Was mich überrascht hat und erstmal kurz wahrscheinlich auch schockiert hat, aber im positiven Sinne, war: Was für eine Vorarbeit da doch auch dann drinsteckt, damit das Video wirklich gut wird, damit die Checkliste wirklich gut wird, dass sie an der richtigen Stelle eingebunden ist. Diese ganzen Themen, also die Vorarbeit, die dann natürlich auch das Aufnehmen wiederum viel, viel einfacher macht.

Also ich habe dann recht easy so am Tag ein Modul auch aufgenommen, nachdem diese Vorarbeit einfach da war. Und da bin ich natürlich einfach reingestartet: Okay, ich erkläre, wie DMs funktionieren auf LinkedIn – Video aufnehmen und dann habe ich es erklärt, so nach dem Motto. Aber was ich mir dafür für Fragen stellen sollte, in welchem Wissensstand sind die Kunden gerade? Wie kann ich denen was mit an die Hand geben? Diese ganzen Themen.

Also die Vorarbeit war sicherlich das, wo ich ja ein Stück weit geschluckt habe, weil ich gemerkt habe: Okay, das ist eben doch ein bisschen Vorarbeit. Aber auf der anderen Seite habe ich natürlich auch genau deshalb dich dann gebucht, weil ich zwar gewusst habe, okay, ich habe schon irgendwie ganz passable Videos aufgenommen. Auf der anderen Seite wusste ich: Das kann noch nicht alles gewesen sein zu so einem richtig guten Onlinekurs, also da muss ja noch mehr sein. Das hat sich ja dann auch bestätigt, als wir zusammengearbeitet haben.


Katharina:

Wenn du jetzt so zurückschaust, wie der Kurs davor war, wie der Kurs jetzt ist – was hat sich verändert? Also vielleicht am Kurs, auch am Feedback von deinen Teilnehmer:innen oder an der Art, wie du jetzt den Kurs auch einsetzt?


Dennis:

Also der Einsatz dadurch – dass der Kurs immer weiter gewachsen ist, und das ist auch eine ganz wichtige Sache – ich hatte zuvor nicht jedes Modul einzeln betrachtet. Also, es kamen dann einfach Positionierungsinhalte, danach direkt Zielgruppeninhalte und so weiter. Das ist jetzt zwar auch noch so, es gibt aber einfach auch eine Einleitung in jedem Modul und ein Outro sozusagen auch noch in jedem Modul, dass jedes Thema doch auch in gewisser Art und Weise für sich steht. Das hat oder ermöglicht es mir, wenn ich es wollen würde, als Einzelkurse zu verkaufen, das Ganze auch noch.

Ich habe mich jetzt eben für ein großes Programm entschieden, aber man kann daraus ja auch Häppchen letztendlich nehmen. Und auch in der Arbeit mit Kunden ist es dann natürlich so: Wenn ich sage, hey, das Modul ist jetzt wichtig, wird jemand auch in das Modul richtig eingeführt. Dann landet nicht irgendwo mittendrin bei irgendwelchen thematischen Videos, sondern es wird ganz klar erklärt, was passiert in dem Modul und am Ende, was ist jetzt passiert, was sind so die nächsten Steps. Und das ist schon extrem wichtig und hat natürlich da auch die Arbeit mit den Kunden extrem erleichtert, da wir es jetzt alles als einzelne Themenblöcke auch anschauen können.

Und ich habe jetzt einfach auch eine gewisse Sicherheit, um sagen zu können: Ich habe ein neues Thema, das füge ich jetzt ein in den Kurs. Ich weiß auch, wie baue ich jetzt so ein Modul auf, was muss da alles drin sein, wie fange ich so ein Video an et cetera. Und habe deswegen auch diese Souveränität, dann zu sagen: Ich kann mein Angebot weiter ausbauen.

Jetzt bin ich zum Beispiel gerade dabei, einen zweiten Kurs zu entwickeln, ja, also der nochmal thematisch weiter bei den nächsten Schritten, nachdem LinkedIn organisch aufgebaut ist, auch nochmal unterstützt. Und da gehe ich jetzt auch eher ran, wie wir damals rangegangen sind. Mache mir da gar keinen Stress mit diesem Kurs und arbeite da auch wieder 1:1 übrigens mit einigen Kunden zusammen, um überhaupt wieder diese Inhalte dann auch zu bekommen, die in ein Kursformat letztendlich auch gegossen werden können. Und genau so gehe ich hier an der Stelle vor.

Und ja, im Großen und Ganzen hat es einfach viel Reibung rausgenommen, das Ganze. Also war jetzt nicht so, dass irgendwie ständig eine Beschwerde kam. Ich weiß nicht, wie ich mich da zurechtfinde, aber trotzdem merke ich: Wer sich wirklich darauf einlässt, wer durch den Kurs durchgeht, durch den Fahrplan, der hat oft gar nicht so viele Rückfragen dann, weil die Aufgaben sind klar. Und dann kommt mal nach einem Modul so: Hey, ich bin jetzt durch damit. Und dann passt es. Wo früher einfach viel mehr nach jedem Video irgendwie war: Ja, was soll ich jetzt da machen? Was ist der nächste Schritt? Das ist jetzt einfach viel klarer.

Und deshalb ist mein Supportaufwand, den ich mit Kunden habe, sehr gering für die Kundenanzahl, die ich betreue. Also, ich betreue schon jetzt immer so plus minus 50 Kunden aktiv. Und der Supportaufwand ist dadurch einfach relativ gering. Also Supportaufwand meine ich jetzt: Wann muss man mal doch mit jemandem telefonieren, weil es irgendwo hakt? Oder WhatsApp-Support hält sich tatsächlich in Grenzen. Und somit ist auch ohne Qualitätsverlust eine Skalierung auf 100, 150, 200 Kunden, ohne dass jetzt mein Team riesig wächst, noch ja sicherlich gut möglich.


Katharina:

Cool, das freut mich, dass das alles so geklappt hat. Und genau das ist auch das, was ich immer sage. Also, gerade auch bei deinem Kurs habe ich das wieder gesehen: Die Expertise, das Wissen, das war alles da. Und es kommt aber darauf an, wie du das verpackst. Und durch diese Verpackung und durch diese Aufbereitung, durch diese ganz vielen kleinen Elemente, diese kleinen Bausteine, die du einfach noch benutzen kannst, um das gut zu verpacken – da kannst du das einfach, ich meine, ich mag den Ausdruck jetzt nicht, aber nochmal auf ein ganz anderes Level heben. Weil das führt die Leute einfach leichter durch den Kurs. Es hilft ihnen, da gut durchzukommen. Und das, was du alles da an tollen Inhalten hattest und auch hast, dass das dann wirklich bei den Leuten ankommt und zwar ohne Umwege ankommt. Also nicht dieses, wie du sagst, diese Reibungspunkte erzeugt. Sondern einfach so ein guter Flow entsteht, wo jemand ohne Stolperstellen gut durch den Kurs durchkommt. Und durch diesen Flow ist es dann auch noch mal leichter, sich tiefer in das Thema einzuarbeiten, da einzugraben. Und du nimmst dann gleich noch mal viel, viel mehr von dem Kurs mit.


Für wen ist Dennisʼ Angebot geeignet?

Katharina:

Voll cool. Also, wenn jetzt jemand von unseren Hörer*innen sagt, Mensch, das klingt gut und ich habe mir es eh überlegt, mir Unterstützung mit meiner LinkedIn-Kundengewinnung zu suchen – für wen ist dein Angebot am besten geeignet und wie kann ich mir die Zusammenarbeit vorstellen?


Dennis:

Mittlerweile bin ich hauptsächlich bei Solo-Selbstständigen und kleinen Teams, also ich sage mal so unter zehn Mitarbeiter, grundsätzlich. Ja, die Firmen, die ich begleite, manchmal auch ein paar Ausreißer, da sind es auch größere Firmen, aber die Zielgruppe sind sehr viel Solo-Selbstständige vor allem auch. Denn da kann ich ja von Beginn an begleiten. Also, wenn man so anfängt mit seinem Business oder ein paar tausend Euro im Monat gerade verdient und sagt: Mensch, so diese 10.000 Euro, diese magische Grenze, das würde ich gerne mal knacken, das wäre super – dann auf jeden Fall ist es genau das Richtige.

Tatsächlich habe ich auch viele Kunden, die sehr viel Erfahrung haben schon, sehr viel Expertise, offline sehr aktiv waren früher, also die vielleicht schon seit 20, 30 Jahren am Markt sind, die sagen: Irgendwie kennt mich offline jeder, aber online niemand. Dann ist es auch noch mal ein wirklich guter Ansatzpunkt zu sagen: Jetzt bringe ich das Ganze in eine Sichtbarkeit.

Also die Grundlage ist schon, dass eine gewisse Expertise da ist. Selbst wenn man sein Business erst startet, sollte man irgendwie wissen, was man für ein Business gründen will. Das ist schon die absolute Voraussetzung. Und grundsätzlich ist es wichtig, dass man ein bisschen Zeit mitbringt. Also, ich sage mal, so eine Stunde am Tag Zeitinvest für diese ganzen LinkedIn-Themen dann, das sollte einfach gegeben sein. Natürlich geht immer mehr, nur achte ich schon auch darauf, dass das Ganze ein alltagstaugliches System ist und dass man nicht irgendwie 30 Stunden pro Woche damit verbringen muss, sondern eine Stunde am Tag, anfangs vielleicht mal zwei Stunden am Tag.

Und ja, die Zusammenarbeit startet immer mit einer Plan-Ist-Analyse: Was ist jetzt schon da? Welche Marketingkanäle gibt es? Wie sieht der Vertriebsprozess momentan aus? Und dann sieht man schon, es gibt vielleicht schon ein paar Dinge, vielleicht gibt es auch noch nichts. Und daraus ergibt sich dann dieser wirklich absolut individuelle Fahrplan der Zusammenarbeit, der natürlich auch flexibel ist. Also, wenn sich der zwischendurch mal ändert, völlig in Ordnung. Und wir gucken uns immer an, was sind so die nächsten ein, zwei, drei, vier Schritte – gar nicht die nächsten zehn –, aber was dann auch komplett eigenverantwortlich.

Und das finde ich einfach auch wichtig, dass auch bei einem skalierfähigen Angebot dieser Part der Individualität nicht verloren geht. Weil das ist nicht der große Aufwand, sich auf Wiedervorlage zu nehmen: die Katharina schreibe ich jeden Freitag mal an, wie lief die Woche? Das ist völlig in Ordnung, schafft ein viel besseres Erlebnis auch noch individuell für die Kundin dann in dem Fall, und das sind schon ganz, ganz wichtige Punkte.

Und ja, ich habe auch Kunden, die machen schon 100.000 Euro im Monat und wollen einfach LinkedIn als Zusatzkanal etablieren. Auch das ist eine Möglichkeit der Zusammenarbeit. Also, ich bin da mittlerweile relativ offen. Hauptsache, man sagt: Ich will gern LinkedIn irgendwie eine Rolle in diesem ganzen Marketing- und Vertriebsprozess geben und ein Business aufbauen, eine Planbarkeit herstellen in der Kundengewinnung – und zwar so, dass es sich für einen selbst auch gut anfühlt.


Katharina:

Das klingt super. Und dein Onlinekurs ist ja perfekt dafür, dass du einfach auch an verschiedenen Punkten einsteigen kannst, weil du eben mit den Leuten diese individuellen Pfade und Wege durch den Kurs dann aufbaust und sie genau da abholst, wo sie gerade stehen und mit ihnen dann von ihrem Startpunkt aus die Kundengewinnung angehst.


Schlusswort

Katharina:

Dennis, vielen, vielen Dank, dass du heute hier im Podcast zu Besuch warst und uns einen Einblick in deinen Onlinekurs gegeben hast, in dein Unternehmen und auch in das Thema Onlinekurs-Marketing. Bei mir im Podcast ist das so, dass meine Gäste das Schlusswort bekommen. Deshalb zum Schluss die Frage an dich: Was würdest du unseren Hörer:innen gerne für ihren eigenen Kurs mit auf den Weg geben?


Dennis:

Ja, erstmal danke für die Einladung auf jeden Fall. Hat mich sehr gefreut, hier auch ein paar Einblicke teilen zu dürfen. Ich hoffe, ich konnte jetzt heute den ein oder anderen, der überlegt, ob er dieses Thema angehen soll, doch ein bisschen inspirieren, mal zu reflektieren: Macht es nicht doch Sinn? Wie könnte ich das angehen?

Sich auch nicht gegen Unterstützung zu sträuben, ganz im Gegenteil, sondern mal den Kontakt zu dir auch dann beispielsweise zu suchen, um zu sagen: Hey, ich hätte gern mal so einen Blick von außen auch. Man ist ja in so einem – man hat einfach blinde Flecken. Man ist dann in seiner Fachexpertise irgendwie so ein bisschen gefangen und in seinem Alltag. Und ein Blick von außen ist unfassbar viel wert und die Impulse sind einfach das, was dann so diesen Unterschied letztendlich auch ausmacht.

Und da kann ich jeden nur ermutigen, doch mal zu überlegen: Macht es nicht Sinn, das eigene Angebot skalierfähiger zu machen? Entweder, weil man mehr Umsatz machen möchte, oder weil man eben mehr Freizeit möchte, mehr reisen möchte, was auch immer. Also, da auch den eigenen Beweggrund letztendlich dafür zu suchen, der nicht unbedingt Umsatzmaximierung sein muss.


Hier findest du Dennis

https://dennisjedlicka.com

https://www.linkedin.com/in/dennisjedlicka/



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