Was ich mir von meinem Onlinekurs wünsche

Warum erstelle ich eigentlich diesen Onlinekurs?

Diese Frage geht mir seit Jahresbeginn nicht mehr aus dem Kopf, seit ich mich dafür entschieden habe, diesen Kurs jetzt auch wirklich zu erstellen.

Sie begleitet mich so ein bisschen als Mantra. Als Ziel. Als Idee dahinter.

Und mit diesem Blogartikel möchte ich dich ein Stück weit mitnehmen und dir erzählen, warum ich diesen Kurs erstelle, was ich damit vorhabe und wie sich dieser Kurs in Zukunft vielleicht noch entwickeln wird.

Möchtest du lieber hören als lesen?

Zu diesem Blogartikel gibt es auch eine Podcast-Folge mit dem gleichen Inhalt.

Warum jetzt?

Es gibt schon eine Podcast-Episode, wo ich ganz viel darüber erzähle, warum ich gerade jetzt meinen Onlinekurs erstelle. Die verlinke ich dir hier nochmal. Das werde ich heute hier nicht noch mal ausführlich wiederholen.

Nur so viel: Für mich ist jetzt der richtige Zeitpunkt dafür. Ich habe im 1:1 schon einiges an Erfahrung gesammelt, die für diesen Kurs eine gute Grundlage ist. Ich weiß, wo die typischen Fragen sind. Ich habe den Prozess mehrfach überprüft, validiert und optimiert – und zwar so, dass ich sagen kann: So wie er jetzt ist, kann ich mit vielen Kund*innen denselben Prozess durchgehen und er wird sie zu ihrem Onlinekurs führen.


Gleichzeitig ist dieser Onlinekurs für mich auch eine Möglichkeit, eine Art zu arbeiten zu kreieren, die mich langfristig trägt.

Wie du weißt, wenn du schon ein bisschen länger hier zuhörst, bin ich hochsensibel und introvertiert. Das sorgt dafür, dass es für mich tatsächlich anstrengend ist, wenn ich zu viele Menschen zu oft um mich herum habe oder einfach zu viel Input von außen kommt.


Versteh mich bitte nicht falsch:

Ich liebe die Arbeit mit meinen Kund*innen, ich liebe es, Leute zu unterstützen, ich finde es total schön, mich mit Leuten auszutauschen – aber für mich halt in Maßen.

Ich weiß: Wenn das zu viel wird, kann ich mich irgendwann nicht mehr konzentrieren. Dann habe ich das Gefühl, ich fange innerlich an zu zittern. Dann will mein Körper einfach nur ausschalten. Wenn ich da nicht draufhöre, kriege ich die schlimmsten Kopfschmerzen, die ich mir jemals vorstellen konnte – und dann sagt mein Körper halt irgendwann Feierabend.


Gleichzeitig merke ich in meiner Selbstständigkeit: Ich möchte nicht auf das 1:1 verzichten. Ich möchte mir den Raum geben, weiter auch im 1:1 arbeiten zu können, merke aber einfach, dass ich da auch an gewisse Grenzen für mich komme.

Und jetzt diesen Onlinekurs zu erstellen ist für mich eine Möglichkeit, wieder in der Balance zu bleiben. Also zu sagen: Ich biete das 1:1 nach wie vor an, nehme aber nicht mehr so viele Leute an, schaue einfach gut drauf, wo mein Limit ist – damit ich dann auch den Rest des Tages noch genießen kann und all dem anderen nachgehen kann, was ich sonst noch gerne mache.



Ein günstigeres Angebot auf demselben Qualitätslevel

Gleichzeitig ist dieser Onlinekurs nicht nur dafür gedacht, mich zu entlasten, sondern soll meine Angebotspalette ein Stück weit erweitern.

Meine Onlinekurs-Begleitung ist sehr intensiv, sehr umfangreich – da ist unglaublich viel Herzblut drin. Entsprechend steckt da auch unglaublich viel Zeit für mich drin. Ich habe das mal durchgerechnet: Zwischen 50 und 65, manchmal 70 Stunden Arbeitszeit fließen in eine 1:1-Begleitung. Entsprechend ist sie auch bepreist – und ich weiß, dass das für manche Leute einfach zu viel ist, was ihr Budget hergibt oder was sie ausgeben möchten.


Der Selbstlernkurs, den ich aktuell konzipiere und erstelle, soll eine günstigere Angebotsmöglichkeit sein – auf demselben Qualitätslevel. Also eine Möglichkeit für Leute, die sagen: Ich bin gut darin, mir Dinge selbst anzueignen, und möchte alleine in meinem Tempo durchgehen.


Klar: Ein Selbstlernkurs erfordert eine andere Art des Arbeitens, eine andere Art des Commitments als eine 1:1-Begleitung. Aber für die Leute, die sagen, das taugt mir und ich möchte nicht die 5.000-6.000 Euro ausgeben, soll es dann eine Möglichkeit geben, trotzdem gute Onlinekurse anzubieten.


Der Unterschied zur 1:1-Begleitung?

Was du in der 1:1 Begleitung noch zusätzlich bekommst, ist mein Feedback zu deinen Materialien, zu jedem Schritt im Prozess.

Meine Ideen zu deinen Themen.

Vorschläge und Gedanken, die speziell auf dein Thema zugeschnitten sind.

Außerdem arbeiten wir auch in den Workshops gemeinsam an deinem Kurs. Du bekommst also nicht nur Input sondern auch tatkräftige Untersützung. 


Der Selbstlernkurs funktioniert aber vollständig als Selbstlernkurs – du brauchst nichts dazu. Das ist mir auch immer wichtig zu sagen: Ein guter Selbstlernkurs MUSS funktionieren, ohne dass du 1:1 Begleitung oder irgendein Gruppen-Dings dazu buchen musst. 



Das Fernunterrichtsschutzgesetz: der Elefant im Raum

Wenn es um Onlinekurse geht, ist da immer noch das Thema Fernunterrichtsschutzgesetz (FernUSG), ich weiß.

Das ist leider immer noch da, zumindest zu dem Datum, als ich diese Episode aufnehme.
(Es soll dieses Jahr geklärt werden – also Daumen drücken.)

Was das FernUSG ist, und was das mit deinem Onlinekurs zu tun hat, kannst du hier nachlesen.


Und falls du die Petition vom BDVT und weiteren Coachingverbänden noch nicht kennst, die sich für eine Abschaffung oder zumindest Novellierung des FernUSG einsetzen: Bitte schau sie dir an, unterschreib sie – das geht auch anonym – und teile sie mit deinem Netzwerk, über deinen Newsletter, mit Freunden und Bekannten. 

Hier die Petition unterschreiben und dabei helfen, dass das FernUSG abgeschafft wird.


Solange das FernUSG noch da ist, ist es schwierig, Angebote anzubieten, die darunter fallen. Das Gute: Auf der Seite der ZFU steht explizit, dass Selbstlernkurse ohne Lernerfolgskontrolle und ohne Fragemöglichkeiten nicht darunter fallen.

Deswegen habe ich mich für einen reinen Selbstlernkurs entschieden.

Denn sobald ich Feedback, Fragemöglichkeiten oder individuelle Unterstützung mit reingebe, falle ich unter das FernUSG. Eine Zertifizierung wäre grundsätzlich kein Problem, aber die Kosten stehen meiner Meinung nach nicht im Verhältnis – und das ist noch nicht mal der Kernpunkt.

Der Kernpunkt ist: Jedes Mal, wenn ich den Kurs optimiere, anpasse oder überarbeite – und Evaluation gehört für mich essentiell dazu, einen Onlinekurs anzubieten –, müsste ich ihn neu zertifizieren lassen. Das ist aus pädagogisch-didaktischer Sicht einfach Schwachsinn. Das FernUSG sorgt damit nämlich dafür, dass Kurse nicht optimiert werden, nicht überarbeitet werden – einfach weil niemand jedes Mal wieder die Zertifizierungsgebühren bezahlen möchte. Und da werden Kurse schlicht schlechter gemacht, als sie sein könnten.

Deswegen: Ich erstelle den Kurs jetzt so, dass er rechtssicher ist, und ergänze ihn dann, sobald die Rechtslage geklärt ist.



Was ich mir langfristig für den Kurs wünsche

Sobald das mit dem FernUSG geklärt ist, möchte ich das Angebot ausbauen. Konkret stelle ich mir drei Optionen vor:

  1. Den Kurs komplett alleine als reinen Selbstlernkurs – und er ist so konzipiert, dass das wirklich funktioniert. Ein Kurs, der nur mit Begleitung funktioniert - ich habe es ja schon mal gesagt - , ist ist eine Frechheit. Quasi eine Mogelpackung, wo du nur die Tischplatte, bekomst die Tischbeine aber nochmal separat kaufen musst.
  2. Den Selbstlernkurs plus Feedback, wo du mir deine Materialien zwischendurch einreichen und dir mein Feedback einholen kannst.
  3. Und den Selbstlernkurs plus 1:1-Begleitung, wo wir wirklich zusammen an deinem Kurs arbeiten.

Bei letzterem wäre Blended Learning auch eine schöne Möglichkeit: Du holst dir das Grundverständnis im Selbstlernkurs, kommst dann in die 1:1-Begleitung und wir gehen gemeinsam in die Umsetzung. Das dreht das klassische Problem um – diesen wahnsinnigen Input rauszuhauen und die Leute dann mit der Umsetzung alleine zu lassen. Genau da, wo die meisten Fragen auftauchen und die meiste Unterstützung gebraucht wird.


Ich bin selbst schon total gespannt, wie das mit dem Kurs weitergeht und wie er wird. Und ich drücke uns allen die Daumen, dass das mit dem FernUSG endlich bald geklärt wird – damit wir unseren Fokus wieder darauf richten können, wirklich gute, hochwertige, wirksame Onlinekurse zu erstellen. Ohne uns um dieses Gesetz herumbiegen zu müssen.

Wenn dich das interessiert und du als Erstes Bescheid wissen möchtest, wenn der Kurs fertig ist (und dir den Kurs zum Einführungspreis sicher möchtest), trag dich gerne in meinen Newsletter ein. 

Zum Newsletter. 


Und bitte teile die Petition zum FernUSG - da hätten wir alle etwas davon, wenn das endlich abgeschafft wird.


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