Mit 5 Jahren habe ich das erste Mal unterrichtet.

Weil der Tisch zu hoch war, musste der Klavierhocker meiner Mama als Pult herhalten.

Meine Klasse bestand aus 2 Kindern (3 und 5 Jahre alt). Sie durften auf dem Boden vor mir sitzen und meinen ellenlangen Vorträgen lauschen.

Danach haben wir natürlich einen Test geschrieben. Wie das halt so gemacht wurde. Und weil niemand von uns Lesen und Schreiben konnte, haben natürlich alle eine Eins bekommen. 

Was auch sonst. ^^

Unterricht würde ich zwar heute nicht mehr so halten, aber meine Begeisterung fürs Lehren und Lernen hat seit damals gehalten.

In diesem Blogartikel nehme ich dich etwas mit in meinen Weg vom Klavierhocker-Pult zur Selbstständigkeit. Und du erfährst, warum ich heute mein Möglichstes dafür tue, dass meine Onlinekurse nicht wie Schulunterricht laufen.

Möchtest du lieber hören als lesen?

Zu diesem Blogartikel gibt es auch eine Podcast-Folge mit dem gleichen Inhalt.

Traumberuf Lehrerin!

Lehren und Lernen hat mich schon immer begeistert. Seit ich 3 war, stand für mich fest: Ich will Lehrerin werden. Dafür gibt es sogar ein Bild aus dem Kindergarten, wo ich vor einer riesigen Tafel stehe und vielen anderen Kindern etwas beibringe.

Die Begeisterung fürs Lernen ist seitdem geblieben. Und so hat es auch niemanden groß gewundert, dass ich irgendwann angefangen habe, Nachhilfe zu geben oder in der Hausaufgabenbetreuung an der Schule zu arbeiten. In der Oberstufe habe ich dann das Projektseminar „Physik in Grundschule und Kindergarten" belegt. Da sind wir mit naturwissenschaftlichen Themen in Grundschulen und Kindergärten gegangen und haben den Kindern das auf altersgemäße Weise erklärt und beigebracht und das war total cool das einfach auch so in dem Rahmen weiterzugeben.

Nach deAbi habe ich dann direkt angefangen Lehramt zu studieren und war fasziniert von den Möglichkeiten die Pädagogik und Didaktik eigentlich bieten - und echt schockiert wie wenig von dem dann wirklich im Unterricht ankommt.


Klingt ja soweit erstmal nach einem ziemlich geradlinigen Weg.

Damals hätte ich auch nicht gedacht, dass ich mal woanders lande als in einem Klassenzimmer.


Das ist nichts für mich. 

Das erste Mal gemerkt, dass irgendetwas nicht stimmt, habe ich in einem Praktikum.

Ich weiß noch genau: Ich habe die Schule geliebt. So viele tolle Kinder, ein nettes Kollegium und ein gemütliches Schulgebäude. Was ja leider eine echte Seltenheit ist. Aber nach jedem Praktikumstag bin ich einfach nur direkt nach Hause und komplett erschöpft ins Bett gefallen. Hab den Rest des Tages verschlafen. Nur um dann am nächsten Morgen direkt wieder in die Schule zu gehen.

Damals habe ich mir noch eingeredet, dass das Gewöhnungssache ist. Aber war es nicht. Im Gegenteil. Es ist mit jedem Praktikum schlimmer geworden. Und ich habe die Welt nicht mehr verstanden. Als ich noch selbst in der Schule war, war das ja nicht so. Aber jetzt?

Später habe ich verstanden, dass es einen riesigen Unterschied macht, ob ich mich quasi irgendwo im Klassenzimmer einigeln kann, in den Pausen meine Ruhe habe und zwischendrin auch einfach etwas Leerlauf habe. Oder ob ich die ganze Zeit im Fokus von allen Schüler*innen bin, die Pausen im Lehrerzimmer mit zig Leuten verbringe, die mir alle unbedingt noch etwas erzählen oder besprechen möchten, und einfach keine Luft mehr habe, um irgendwie wieder etwas runterzukommen.

Als ich dann erkannt habe, dass ich hochsensibel bin, hätte ich das gerne auf der Stelle zurückgegeben. Hat aber endlich erklärt, was da mit mir passiert. Und ich musste mir wohl oder übel eingestehen: So funktioniert das nicht für mich.


Aus der Traum?

Im Studium habe ich glücklicherweise die Medienpädagogik kennengelernt. Und nach der ersten persönlichen Krise (von wegen: Aus der Traum?!) hat sich dann nach und nach mein neuer Weg gezeigt. Die Medienpädagogik war für mich der Ausweg aus dem Dilemma: Lehren und Lernen. Aber digital und von zu Hause aus. Oder sogar asynchron.

Nach meinem Staatsexamen – sowohl fürs reguläre Lehramt als auch in Medienpädagogik – war mein erster Gedanke, mir einen Job im Bereich eLearning zu suchen. Und so kam es dann dazu, dass ich die Fortbildung als zertifizierte eLearning-Managerin abgeschlossen habe. Aber auch das war irgendwie dasselbe in Grün. Und was mich mehr und mehr gestört hat, war diese Einstellung, dass Lernen eigentlich scheiße ist. Etwas, auf das niemand Bock hat, und das nur gemacht wird, weil es halt sein muss oder irgendwelche Pflichtschulungen wieder anstehen.

Das kannte ich schon seit der Schulzeit. Diese Muss-halt-Haltung. Und war für mich immer ein Rätsel. Weil ich selbst das Lernen liebe.

Aber klar: So wie das in der Schule läuft, mit auswendig lernen, ins Gehirn reinstopfen, um es dann bei der Prüfung wieder aufs Papier zu kotzen – da kann ich verstehen, dass da niemand Lust drauf hat.

Deshalb ist es mir auch so wichtig, mit meiner Arbeit eine andere Art des Lernens möglich zu machen. Aber dazu später noch mehr.


Der Onlinekurs, der alles verändert hat

Auf der Suche nach einer alternativen Berufstätigkeit für mich habe ich dann – total enthusiastisch – bei einer tollen Frau einen Onlinekurs gemacht. Ich kannte sie schon von ihrem Blog, ihrem Newsletter, ihrem Podcast und auch von Live-Workshops. Aber was ich dann da im Kurs erlebt habe, war … wie soll ich es sagen … als wäre das eine andere Person. Ich habe mich durch ein Modul nach dem anderen gequält, brav das Workbook ausgefüllt, und mich am Ende gefragt, was ich jetzt damit mache. Denn viel schlauer war ich nicht. Ich hatte nur noch viel viel mehr Fragen produziert.

Und je länger ich an dem Kurs gearbeitet habe, desto frustrierender fand ich das. Und zwar nicht nur für mich! Da ist diese tolle Frau. Mit unglaublich viel Wissen und Expertise. Aber im Kurs kommt das einfach nicht rüber. Und das ist so unglaublich schade. Denn ich bin mir sicher: Sie hätte mich damals mit ihrem Know-how so gut unterstützen können. Aber es ist einfach nicht angekommen.

Und das war dann der Punkt, an dem ich gesagt habe: Daran möchte ich etwas ändern. Weil ich weiß: Mit meinem Wissen, das ich mir über die Jahre – fast schon Jahrzehnte – angesammelt habe, kann ich genau dabei unterstützen. Denn gute Lehre, Didaktik, Pädagogik – das ist ein Handwerk. Das ist nicht automatisch mit dabei, wenn du in etwas gut bist. Gleichzeitig macht das in einem Onlinekurs später genau den Unterschied zwischen „viel Infos, aber bringt nix" und „wow, das hat mir jetzt wirklich weitergeholfen".

Leider bringt dieses Know-how kaum jemand mit, von den Leuten, die Onlinekurse erstellen oder dabei unterstützen. Bei den meisten basiert das einfach nur auf den eigenen Erfahrungen mit Kursen, die auch wieder nach Bauchgefühl erstellt wurden. Und genau das erklärt dann aber, weshalb Onlinekurse heute so einen schlechten Ruf haben. Denn diesen Kursen fehlt es hinten und vorne an Pädagogik und Didaktik und dem Wissen, was Menschen brauchen, um wirklich nachhaltig und wirkungsvoll zu lernen.

Unterm Strich hatte dieser missglückte Onlinekurs tatsächlich noch etwas Gutes:

Ich habe gemerkt, dass der Bedarf an Unterstützung in dem Bereich da ist. Und ich mich damit gut selbstständig machen kann.


Ein Traum wird wahr

Und das Schöne für mich daran ist außerdem: Bei den Leuten, die dann später diese Onlinekurse kaufen, weiß ich, dass sie kaufen, weil sie lernen wollen. Weil sie etwas wissen wollen. Weil sie Bock darauf haben, einen Kurs zu machen und sich weiterzuentwickeln. Und das ist für mich die beste Zielgruppe, die ich mir für einen Kurs wünschen kann. Damit war auch für mich nochmal mehr klar: So wie ich Lernen aus der Schule kennengelernt habe, so möchte ich das nicht weitergeben.

Denn ich bin fest davon überzeugt: Lernen kann Spaß machen. Eine tolle Erfahrung sein. Leicht gehen. Und vor allem wirklich etwas langfristig und nachhaltig bringen.

Vorausgesetzt, du weißt, was du tust. Und arbeitest mit fundierter Didaktik. Und hast verstanden, wie Menschen lernen. Also wie gehirnfreundliches Lernen funktioniert. Wie Lernen digital funktioniert. Und worauf es ankommt, dass Leute verstehen, motiviert dranbleiben und in die Umsetzung kommen.


Wie Slow eLearning daraus entstanden ist

Aus diesem Wunsch ist schließlich Slow eLearning entstanden. Slow eLearning ist damit das Konglomerat aus meinen Erfahrungen, Erkenntnissen und all dem, was ich über die Jahre an Wissen rund um ein erfolgreiches und wirksames digitales Lernen zusammengetragen habe.

Genau das gebe ich jetzt in der Onlinekurs-Manufaktur weiter.

Aktuell vor allem im 1:1.

Gerade bin ich aber auch dabei, meinen eigenen Onlinekurs zum Onlinekurs-Erstellen zu erstellen. (Wenn dir ein passender Titel dafür einfällt, lass es mich gerne wissen! Bisher klingt das leider noch echt sperrig.)

Wenn du darüber Bescheid wissen willst, wenn es soweit ist, und auch ein bisschen mehr darüber erfahren möchtest, wie ich diesen Kurs erstelle, trag dich gerne in meinen Newsletter ein. Da erfährst du als Erstes davon, wenn es soweit ist. 


Wenn du nicht so lange warten möchtest, kann ich dich auch gerne weiterhin im 1:1 dabei unterstützen, deinen Onlinekurs zu erstellen. Schreib mir dazu einfach eine E-Mail oder buch dir ein unverbindliches Kennenlerngespräch und erzähl mir von deinem Projekt.

Ich freue mich darauf, dich dabei zu unterstützen, dein wunderbares Expert*innenwissen in einen Onlinekurs zu übersetzen, der deinem Qualitätsanspruch gerecht wird. Und den du mit einem guten Gefühl anbieten kannst, weil du dich drauf verlassen kannst, dass er deine Kund*innen pädagogisch-didaktisch wirkungsvoll und zuverlässig unterstützt. Auch, wenn du mal offline bist.

Die Onlinekurs-Manufaktur

So, jetzt weißt du, wie ich vom Klavierhocker bzw. der Kindergartenzeichnung dazu gekommen bin, die Onlinekurs-Manufaktur zu gründen.

Ich muss aber sagen: Ich bin da tatsächlich so ein bisschen reingestolpert. Wenn ich gewusst hätte, wie Selbstständigkeit wirklich läuft, wie viele Aufgaben und Tätigkeiten da noch dazukommen, die jetzt nicht unbedingt mit dem Erstellen von Kursen zu tun haben – ich weiß nicht, ob ich mich das damals getraut hätte.

Rückblickend bin ich aber echt froh, dass ich diesen Weg gegangen bin. Denn ich finde es so toll, jeden Tag zu sehen, dass es da Leute gibt, die wirklich etwas bewegen wollen. Die wirklich etwas Gutes weitergeben wollen. Die mit ihrem Tun und Wirken in der Selbstständigkeit nicht einfach nur viel Geld verdienen wollen, was natürlich auch gut und berechtigt ist, aber denen es nicht nur ums Geld geht, sondern die wirklich auch etwas weitergeben möchten.

Und deswegen freue ich mich so sehr darüber, mit genau diesen Leuten zusammenzuarbeiten. Weil ich immer so ein bisschen das Gefühl habe: Wissen kann die Welt verändern. Vorausgesetzt, es kommt wirklich beim Gegenüber an. Und so habe ich immer ein Stück weit das Gefühl, dass mit den Onlinekursen, die ich mit meinen Kund*innen mache, auch ein Stück weit zusammen die Welt zum Guten verändert wird. Und das ist für mich eine total schöne Perspektive.


Ich hätte nie gedacht, dass ich mal einen Podcast habe, dass ich mal so sichtbar bin und diese Begeisterung fürs Lehren und Lernen nicht einfach nur an Schüler*innen in der Schule weitergebe, sondern an so viel mehr Menschen. Und das freut mich total, dass das Leben mich quasi hierhin gebracht hat. Ich freue mich, dass du mich in diesem Blogartikel, vielleicht auch im Newsletter und Podcast, auf diesem Weg begleitest und ich dich mitnehmen darf in diese Welt von Lehren und Lernen, von guter Lehre – und dich hoffentlich ein bisschen mit meiner Begeisterung für dieses wunderbare Thema anstecken kann.


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