Wie du DEINEN Weg mit Marketing & Onlinekursen findest – Onlinekurs-Geschichten mit Sonja Mahr

Katharina Grad,   September, 2026

Wenn du einen Onlinekurs anbietest und zum Thema, wie verkaufe ich denn jetzt diesen Kurs, recherchierst, liest du wahrscheinlich sehr oft über aufwändige Launch-Events, umfangreiche Challenges oder wochenlange Launchphasen. Wenn du dabei auch Schnappatmung bekommst und dir denkst, das ist mir zu viel, das packe ich nicht und das passt doch einfach nicht zu mir, weil du dein Marketing ja sonst auch nicht so gestaltest oder gestalten willst, dann bist du damit nicht alleine.

Mein heutiger Gast Sonja Mahr ist Texterin und Mentorin für Marketing ohne Marktgeschrei. Sie unterstützt Soloselbstständige dabei, online sichtbar zu werden, ohne sich zu verbiegen und zum Marktschreier zu werden.

In dieser Folge sprechen wir darüber, wie leises Marketing gelingen kann, ob daraus den Anbieter*innen zwangsweise ein Nachteil gegenüber diesen lauten Mitbewerber*innen entsteht und darüber, welche Erfahrungen Sonja selbst mit Onlinekursen und dem Onlinekurs-Marketing gemacht hat.

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Sonja Mahr

Wenn du gerade überlegst, wie dein Weg mit Onlinekursen aussehen kann und wie du ein Marketing finden kannst, was sich wirklich stimmig anfühlt und zu dir passt, dann ist diese Folge genau für dich.

Hier kannst du dir das Interview anhören:

Hier findest du das Transkript der Folge:

Das Transkript ist für eine leichtere Lesbarkeit in Abschnitte mit Zwischenüberschriften geglieder, die sich an den einzelnen Fragen orientieren, die ich im Inteview gestellt habe.


Was ist Marketing ohne Marktgeschrei – und was ist es nicht?

Katharina: Sonja, ich freue mich riesig, dass du heute bei mir im Podcast zu Besuch bist. Du sprichst auf deiner Website und deinem ganzen Auftritt von Marketing ohne Marktgeschrei. Was genau meinst du damit? Beziehungsweise was ist es auch nicht?

Sonja: Ja, hallo Katharina. Erstmal vielen Dank für die Einladung. Ich freue mich sehr, hier zu sein.

Ja, tatsächlich ist diese Formulierung Marketing ohne Marktgeschrei eine, auf die mich meine Kund*innen gebracht haben. Also grundsätzlich war ich mit diesem Thema eh auch schon unterwegs. Ich habe immer schon als Texterin dabei unterstützt, den eigenen Wert des Angebotes in die richtigen Worte zu packen, klar rüberzubringen, was man rüberbringen möchte, und eben auch sichtbar zu werden, so wie man sich wohlfühlt.

Und dann sind ganz viele Menschen zu mir gekommen und haben gesagt: Ja, ich bin auch eher so ein ruhigerer Mensch und dieses Tanzen vor der Kamera, das ist gar nicht meins. Und die hatten so diese Annahme: Marketing muss so sein und Marketing bedeutet immer laut zu sein, immer zu brüllen, immer ja der zu sein, der am lautesten und präsentesten ist. Und sie als Persönlichkeit waren das aber nicht und haben dann eben zu mir gesagt: Geht es denn nicht auch ohne dieses Marktgeschrei? Und dann ist mir irgendwann aufgefallen, wie oft dieser Begriff eigentlich fällt, und dann habe ich begonnen, den auch aktiv zu nutzen.

Also inhaltlich hat sich dann gar nicht so viel geändert, aber dieses Gefühl: Marketing bedeutet, ich muss super laut sein, ich muss eine andere Persönlichkeit haben als die, die ich eigentlich habe – das ist so präsent. Und ja, seitdem zeige ich super gerne, dass es eben auch anders gehen kann.

Und du hast noch gefragt, was ist es nicht. Ich würde sagen: aufrichtiges Marketing. Also Marketing muss ja nicht dieses Ich will jemanden irgendwo reindrängen, ich will jemanden überreden und Hauptsache, der Abschluss klappt, danach sind mir die Leute vollkommen egal sein. Das sind so ein bisschen Verständnisse, die Leute haben, die dieses Marktschreier-Marketing ablehnen. Und leider stimmt ja manches davon auch.

Aber Marketing kann auch aufrichtig sein. Marketing kann verbindend sein. Im Grundgedanken ist Marketing ja, dass du die Geschichte erzählst von deinem Angebot, von dem, was du machst, dass du den Leuten eine Hand reichst und sagst: Hey, ich kann dir weiterhelfen bei deinem Problem. Also ja, vielleicht können wir so ein bisschen dafür sorgen, dass Marketing so diesen Schrecken verliert, denn eigentlich ist es eine richtig gute Sache.


Katharina: Das sprichst du was Interessantes an, weil ich mit vielen, mit denen ich spreche – und das ging mir am Anfang auch selber so –, dieses reguläre Marketing, habe ich mir dann gedacht: Boah, also nee, das kann ich nicht. Ich kann hier Leute nicht irgendwie in ein Angebot zum Kaufen reinmanipulieren, weil das ist ja das, was auch an manchen Stellen so vermittelt wird mit Einwandbehandlung und ein Nein lässt du nicht stehen und dann redest quasi so lange weiter, bis die Leute entweder mehr oder weniger auflegen oder Ja sagen.

Und wenn ich mich mit dem Thema leises Marketing, aufrichtiges Marketing, menschliches Marketing beschäftige, habe ich immer so unterschwellig so ein bisschen das Gefühl gehabt, als wäre das ein Nachteil für mich, weil in dem Moment die, die am lautesten schreien, die sind natürlich auch besser zu hören. Würdest du sagen, das ist ein Nachteil, Marketing ohne Marktgeschrei zu machen gegenüber diesen klassischen Marketingstrategien?

Sonja: Also lass uns ehrlich da drauf blicken, denn ich finde es jetzt auch so eine Art, ja, viel Lärm um nichts, wenn ich sage, nö, ist eigentlich egal wie laut du bist. Natürlich ist es so, rein logisch betrachtet: Wenn jemand super laut, super präsent, super hochfrequentiert dauernd auf sich aufmerksam macht, dass der bemerkt wird. Dass die Aufmerksamkeit dahin geht, wo es laut ist, das ist ja erst mal total nachvollziehbar und logisch.

Aber wenn wir so eine Ebene weiterdenken, dann hat ruhigeres Marketing – oder leises Marketing, wie wir es bezeichnen wollen, ich schwanke da auch immer mal hin und her – einen ganz anderen Vorteil. Denn dieses laute, marktschreierische Marketing hat den Vorteil des ersten Effekts, dieses ersten Aufmerksamkeit-Erhaschen. Aber es hat den Nachteil, dass Leute dann schnell genervt sind. Nämlich dann, wenn sie merken, da steckt gar nicht so viel dahinter, wie lauthals publiziert wird, oder das Versprechen wird gar nicht gehalten, was in fünf Superlativen kommuniziert wurde. Und dann sind die Leute schnell wieder weg.

Und dieses laute Marketing muss dann immer mit noch mehr Lautstärke reagieren. Das merken wir ja auch, wenn wir uns umgucken, wie sich Marketingbotschaften immer weiter übertreffen und immer noch drängender werden. Und hier kommt eben das Gegenteil rein. Hier kommt das ruhige Marketing rein, wenn du diese – ich sag mal – Geduld aufbringst. Denn ja, am Anfang, wenn du ruhiger bist in der Kommunikation, brauchst du einfach mehr Geduld. Aber es zahlt sich am Ende aus.

Es zahlt sich da aus, wo Leute merken: Ah, die meint auch wirklich mich, oder derjenige sieht mich auch wirklich mit meinen Problemen und erzählt mir nicht nur was, bis ich kaufe, und lässt mich dann fallen. Also diese Kundenloyalität, das ist was, was ganz, ganz hoch steht bei dieser Art von Marketing und was es am Ende effektiv wieder mehrfach zurückzahlt, was wir vorher vielleicht an Geduld gebraucht haben.

Und es ist so ein ganz großes Missverständnis, dass der einzige Faktor der Aufmerksamkeit generiert, Lautstärke ist. Das ist aber nicht so. Das ist vielleicht der prägnanteste, den wir als erstes im Kopf haben. Aber es gibt auch andere Dinge, die Aufmerksamkeit binden. Zum Beispiel Relevanz. Wenn jemand etwas anspricht und du sagst: Wow, endlich versteht mal jemand mein Problem, der geht mal ein bisschen tiefer als diese oberflächlichen Worthülsen zu nutzen. Oder auch Kontinuität, so langweilig das ist. Aber wenn jemand kontinuierlich seit Jahren oder Monaten am Markt ist, dann kommst du auch nicht dran vorbei, den irgendwann mal zu bemerken.

Also all das sind Dinge, die auch Aufmerksamkeit binden können. Von daher würde ich sagen: Nein, wir haben nicht unbedingt einen Nachteil, aber wir brauchen ein bisschen mehr Geduld und wir brauchen vor allem Klarheit, dass wir wirklich sagen: Wofür stehe ich denn? Was sind denn wirklich die Bedürfnisse der Leute, denen ich weiterhelfen möchte? Da brauchen wir so ein bisschen mehr Bereitschaft, auch tiefer zu tauchen und auch tiefer zu kommunizieren und nicht nur: Kauf hier, weil morgen geht die Welt unter.

Und vielleicht, wenn ich das noch ergänzen darf: Mich hat das damals auch beschäftigt, als ich mich selbstständig gemacht habe. Ich hatte ja auch schon immer die Persönlichkeit, wie ich sie jetzt habe. Ich bin auch eher ein ruhigerer Mensch. Ich habe zum Beispiel Netzwerkveranstaltungen so was von gehasst. Dann dachte ich aber immer: Wenn du dich selbstständig machst, dann musst du da wohl hingehen. War furchtbar, habe ich dann gleich wieder gelassen. Und ich habe dann selbst eben für mich diesen Weg ja erstmal gefunden – dieses Was ich für andere gemacht habe über Content Sichtbarkeit aufbauen habe ich dann auch für mich genutzt und gesehen: Hey, das geht ja eigentlich genauso. Es ist nur nicht so bekannt vielleicht, dass man auch auf ruhigere Art und Weise Kunden gewinnen kann.

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Sonjas Einstieg in Onlinekurse

Katharina: Das finde ich einen sehr spannenden Aspekt, den du da ansprichst. Dieses Ja, aber das musst du doch dann – das kenne ich vom Marketing, das kenne ich von fast allen Bereichen der Selbstständigkeit, dass wir irgendwie mit so einer Vorstellung reingehen von wegen, ja, aber das muss doch so sein. Und dadurch uns von so vielen Möglichkeiten abschneiden, die eigentlich so viel besser zu uns passen würden. Bei Onlinekursen erlebe ich das auch, dass ganz viele Leute mit dieser Vorstellung: Ja, ein Onlinekurs muss doch so und so und so sein da reingehen und sich dann ein Stück weit das auch verbauen, dass der Onlinekurs wirklich zu ihnen passt. Ich glaube, das ist in ganz vielen Bereichen so.

Sonja: Ja, ich glaube, das ist in ganz vielen Bereichen so. Irgendjemand – und wahrscheinlich ist es jemand, der sehr laut und sehr präsent ist – setzt irgendeine Regel in die Welt. Also, ich höre das so häufig von meinen Kunden: Man muss täglich posten, oder ein Blogartikel muss mindestens 2000 Wörter haben. Es gibt so viele Annahmen und irgendjemand übernimmt es dann auch.

Und wo du von Onlinekursen sprichst, da bin ich nämlich so eine Person, die da auch ziemlich reingetappt ist in dieses: So geht das. Und das hat dann auch einen Moment gedauert, aber da kommen wir vielleicht ja später noch drin.


Katharina: Naja, lass uns doch direkt da einhaken. Du hast, ich glaube, 2019 war es, deinen ersten Onlinekurs erstellt. Was war da für dich der Ausschlag, dass du gesagt hast, okay, jetzt gibt es auch bei mir einen Onlinekurs?

Sonja: Ja, also in Summe waren es ganz viele verschiedene Gründe. Ich glaube, die wichtigsten waren zum einen: Ich wollte zeitlich flexibler arbeiten. Also ich war damals Freelance-Texterin und war als solche auch eingespannt in einigen Teams meiner Kund*innen. Und je eingespannter du dann bist in diesen Teams, umso öfter bist du dann auch bei den Meetings dabei, bei den Absprachen. Und das hat mir auf Dauer nicht mehr so gefallen. Also das ist zum einen natürlich eine große Ehre und ich schätze auch dieses Vertrauen, aber ich hatte immer weniger Zeit für meine eigentliche Kernarbeit, für die kreative Arbeit, für das Texten.

Und ja, ich war immer ausgebucht – ein Luxusproblem, ich weiß –, aber dadurch blieb dann eben auch nicht so viel Spielraum, andere Dinge vielleicht auszuprobieren. Und deswegen habe ich mir gedacht: Hey, Onlinekurse könnten doch eine Möglichkeit sein, diese Zeit und das, was ich an Arbeit anzubieten habe, ein bisschen voneinander zu entkoppeln.

Und mir hat schon immer gut gefallen, dass ich Solo-Selbstständigen einfach auch weiterhelfen kann, ihr eigenes Marketing zu zeigen. Ich habe so viele Leute getroffen, die tolle Arbeit machen, die aber alle unsichtbar waren, weil sie nicht wussten, wie sie das machen sollen, weil sie vielleicht auch ruhigere Persönlichkeiten hatten und dann dachten: Marketing ohne mich. Ich muss wohl warten, bis mich jemand findet, weil für mich gibt es kein Marketing, das passt. Und da fand ich die Idee schön, dass ich denen mein Wissen einfach auf einfache Art und Weise weitergeben konnte.

Ich glaube, das waren so die wichtigsten Dinge. Der Zeitfaktor vielleicht noch ein bisschen mehr – ich hatte damals zwei noch kleinere Kinder. Ja und so kam ich dazu, genau, 2019.


Katharina: Du hast es gerade eben schon angesprochen und auch auf deiner Website sprichst du sehr offen darüber, was dieses Online-Kurs-Geschäftsmodell mit dir gemacht hat. Also, dass es zunächst zwar gut lief, dass deine Kursumsätze sogar deine früheren Umsätze komplett ersetzen konnten, aber auch, dass es dich in so eine Getriebenheit und Vergleichsspirale gezogen hat, die du so gar nicht erwartet hättest. Und dass der Onlinekurs sich nicht so entwickelt hat, wie du das am Anfang dir ausgemalt hast. Wie war das für dich? Erzähl da gerne noch ein bisschen mehr drüber.

Sonja: Ja, also ich glaube, da sind wir echt in Richtung Achterbahnfahrt unterwegs. Ich habe ja vorhin gesagt, dieses Man muss etwas so und so machen hat mich im Bereich Onlinekurse voll erwischt. Ich habe damals meinen ersten Onlinekurs über so ein Online-Programm gestartet, wo eben genau das das Ziel ist: Wir entwickeln den ersten Onlinekurs und verkaufen den. Und habe dann eben einfach das so gemacht, wie es empfohlen wurde, mit so ein paar Abstrichen, die ich damals schon nicht so gut fand für mich.

Und ja, es war wirklich ein Hoch und Tief Dauerlauf quasi. Ich finde Onlinekurse wirklich toll. Ich finde, das ist eine tolle Art, Wissen weiterzugeben. Es ist wirklich toll, auch so zu lernen, wenn ich sehe, wie flexibel Onlinekurse sind. Das ist einfach super, wenn du nicht die Zeit hast, täglich oder wöchentlich zu der Zeit irgendeinen Call zu machen. Das ist natürlich auch preislich für viele Leute interessanter, als immer 1:1 buchen zu müssen.

Aber ich habe irgendwann gemerkt: In diesem Onlinekurs-Business vergleiche ich mich so unendlich viel öfter mit anderen als vorher. Also, als Texterin ist mir das eigentlich nie passiert, dass ich geguckt habe, wie viel Umsatz macht denn die andere Texterin so? Irgendwie war das nicht so. Aber bei Onlinekursen war es dann so: Wie viele Leute sind denn in diesen Launch-Events von anderen? Wie viele sind bei mir? Wie viele Kurse verkaufen denn andere so? Wie viele verkaufe ich?

Ich glaube, das liegt zum Teil auch daran, dass dieses einerseits gute Ding der Skalierung von Onlinekursen auf der anderen Seite ja so eine Grenzenlosigkeit auslöst. Wenn du ausgebucht bist, dann ist es eben so und dann können wir uns damit abfinden oder halt Nachtschichten machen – hatte ich nicht so viel Lust drauf. Dann ist es auch mal gut genug. Und bei Onlinekursen ist immer so diese Leerstelle von: Man könnte doch noch mehr schaffen. Man könnte doch noch mehr Kurse verkaufen, noch mehr Leute reinbringen.

Und es war für mich unfassbar anstrengend, weil ich auch diese Art zu verkaufen sehr anstrengend fand. Also ich habe ja vorher vor den Onlinekursen meine Kunden so gewonnen, wie ich es jetzt eben auch weitergebe – über meine Sichtbarkeit. Die sind zu mir gekommen, alles wunderbar, entspannt. Und diese Onlinekurse, gerade mit diesen Live-Launches wie ich das gelernt hatte, das war ja halt sehr stark an diesem Momentum orientiert. Was einerseits auch richtig gut ist, das ist toll, das ist mitreißend, das motiviert die Leute, das bringt auch sehr viel Sichtbarkeit, muss man ja auch ehrlich dazu sagen.

Aber jedes Mal in die Launches oder spätestens danach war es wie so ein Loch. Ich habe intern schon mit einer Freundin den Begriff Launchloch geprägt, weil das wirklich wie so ein krasser Absturz war, emotional. Weil du dich so verausgabt hast und dann so unten bist und dann eben wartest: Ich habe jetzt alles gegeben, welche Ergebnisse kommen jetzt? Und durch dieses Gefühl, es müsste doch immer noch mehr gehen, war es eben auch nie wirklich ein Erfolgserlebnis, sondern immer so: Ja, war okay. Oder du hast ja gesagt, meine Umsätze konnte ich ja ersetzen, ja auf jeden Fall, das war auch finanziell lukrativ, aber emotional war es immer so: Da müsste noch mehr gehen. Und das fand ich extrem belastend irgendwann.


Katharina: Das kann ich mir gut vorstellen. Und ich weiß auch, was du meinst: In dem Moment, wo du einen Onlinekurs erstellst und in diese Richtung gehst, spielt ja auch immer so ein bisschen, zumindest in der Schublade, die dann gedanklich aufgemacht wird, das Thema Skalierung eine Rolle. Und du wirst dann gedanklich auch sehr schnell in dieses höher, schneller, weiter reingeschoben, weil das natürlich auch das Bild ist, was für Onlinekurse und mit Onlinekursen an vielen Stellen im Internet so kommuniziert wird.

Und da sind wir wieder genau bei dem Punkt: Das muss doch so sein. Und ich finde es sehr schade, weil ein Onlinekurs ja in erster Linie, so wie ich das sehe, auch einfach eine Entlastung sein kann. Zu sagen: Okay, ich nehme jetzt Teil meiner Arbeit, wo ich mich immer wiederhole, wo ich das Gefühl habe, das könnte auch auf andere Art und Weise funktionieren, ohne dass ich jetzt da jedes Mal live dabei bin. Dass das dann statt zu dieser Entlastung eigentlich zu noch mehr Druck und Stress wird. Wie hast du da für dich einen Weg rausgefunden?

Sonja: Ja, also zum einen, wenn ich das vielleicht noch ergänzen kann: Ich finde es deshalb auch so wichtig, dass es Leute mit dieser Botschaft gibt, wie du es jemand bist. Weil ich bin ja damals auch in diese Falle reingetappt, dass ich der ersten, lautesten Botschaft geglaubt habe und habe nur noch gesehen, dass alle sechsstellige Launches hatten und ich hatte nur fünfstellige. Was für ein Versager bin ich und so. Und habe diese anderen Botschaften, die vielleicht ein bisschen leiser sind, aber vielleicht auch ein bisschen wahrer, damals gar nicht so gesehen.

Und wie ich da rausgekommen bin: Naja, das eine ist erfahren, dass nicht alles Gold ist, was glänzt oder so hingestellt wird, wie easy das alles ist. Weil ich finde es nicht so easy, Onlinekurse zu erstellen, dass die auch wirklich die Leute gut durchleiten. Das ist mir immer wichtig, wenn ich einen Kurs erstelle, dass Leute auch damit arbeiten können, ohne dass ich eben an ihrer Seite bin, dass der sinnvoll aufgebaut ist, dass sie einen Prozess haben, den sie durchlaufen und nicht nur eine Bibliothek von hier, guck mal, was du damit anfängst.

Also, das war das eine. Erfahren, ja, ist eine gute Sache, aber auch nicht so easy, wie es überall gesagt wird. Und ich habe die Dinge halt nach und nach für mich angepasst. Ich habe damals schon, das war sogar noch im Laufe dieses Programms: Da wurde effektiv ein Kurs erstellt und dann direkt danach noch einer, der dann verkauft wurde. Und ich war aber K.O. Es waren viele Wochen, die ich da für Feedback diese Kurse gemacht habe. Und dann hatte ich nicht die Energie für eine weitere Launchphase hinten dran.

Ich konnte mich mit solchen Dingen wie – es gibt in Webinaren ja immer solche Boni, solange das Webinar läuft – nicht anfreunden. Und da dachte ich so: Ja, ist jetzt aber auch mal gut. Man kann ja auch mal eine Nacht wenigstens drüber schlafen. Also, ich will gar nicht sagen, dass Boni schlecht sind. Entscheidungshilfen sind super und gut im Marketing, auch hilfreich. Aber dieses sehr druckbelastete, das wollte ich so einfach nie machen.

Und dann habe ich nach und nach einfach die Dinge für mich angepasst. Ich habe anders gelauncht. Ich habe auch meine Kurse mehr Evergreen verkauft und so weiter. War aber echt ein Weg. Also, wenn wir gucken: Ich habe 2019 angefangen, jetzt haben wir 2026 und ich habe immer noch das Gefühl, ach Onlinekurse – manchmal sind sie mir echt ein Rätsel.


Was Sonja heute anders machen würde

Katharina: Ich finde interessant, was du ansprichst mit diesem solange das Webinar läuft, dann kannst du noch und die so und so was sichern. Finde ich extrem schwierig, gerade auch bei Onlinekursen, weil dann oft hinten raus bei Onlinekursen die Leute sind, die den Kurs gar nicht erst aufmachen. Und die sind ja dann am Ende so frustriert davon, von diesem Kurs, und sagen, okay, der hat mir nichts gebracht und das war doof. Weil das ja auch hinten raus einiges kaputt macht im Marketing. Weil jemand, der so unzufrieden mit dem Kurs ist, der empfiehlt ja den Kurs auch nicht weiter.

Sonja: Absolut. Ich glaube, da geben sich Onlinekurse und Marketing auch wieder die Hand. Es ist genauso. Dieses schnelle, dieser Bonus, der so schnell abläuft, ist ja effektiv Angst-Marketing oder Fear of Missing Out. Kauf jetzt, bevor es für immer verschwindet. Dann kaufst du das und hast es gar nicht wirklich durchdenken können. Und so ist es beim Marketing ja auch. Wenn du sagst: Hau die Botschaft so raus, egal ob du dich damit wohlfühlst oder nicht, das wird schon was bringen. Aber am Ende siehst du: Oh, die Leute gucken zwar, aber sie gehen dann doch wieder weg. Auf lange Sicht bringt es halt beides nichts.


Katharina: Du schreibst auf deiner Website so schön: Onlinekurse ja, aber reines Onlinekursbusiness nein. Du hast jetzt schon ein bisschen erzählt, wie du dahin gekommen bist. Wenn du jetzt heute noch mal die Zeit zurückdrehen könntest mit dem Wissen von heute – was würdest du anders machen, wenn du das Thema Onlinekurse noch mal von vorne angehen würdest?

Sonja: Ja, ist eine gute Frage. Also, ich finde es immer schwierig, mir vorzustellen, damals zu stehen mit dem Wissen von heute, weil wahrscheinlich wäre es ja nicht so gekommen – ich wüsste das ja nicht, wenn ich nicht den Weg so durchlaufen hätte.

Ich glaube, eine Sache ist, dass ich weniger oft sagen würde: Ich bin falsch, sondern: Der Weg ist vielleicht der falsche für mich. Das ist ja eh was, was ich eh auch täglich im Marketing-Kontext sehe, aber im Bereich Onlinekurse war das für mich so, dass ich immer gedacht habe: Okay, wenn das jemand so empfiehlt, dann muss ich das machen. Wenn sich das für mich blöd anfühlt, dann bin ich das Problem, nicht der Weg. Und das habe ich mir erst in diesem Geschäftsmodell erarbeiten müssen, dass ich sage: Nein, auch da darf es unterschiedliche Wege geben. Auch da darf ich das doof finden und bin deshalb keine schlechte Unternehmerin oder keine Versagerin oder was auch immer. Aber das war gar nicht so einfach.

Das würde ich mir wünschen, dass ich das ein bisschen früher kann. Und vielleicht auch: Onlinekurse sind so flexibel, man kann so viel mit denen machen. Du kannst kleine Selbstlernkurse anbieten, die aber schon bei einem wichtigen Schritt weiterhelfen. Ich habe das ja zum Beispiel für den Bereich Kernaussage, super praktisch, brauchst du aber gar nicht lange für. Du kannst auch begleitete größere Programme machen. Du kannst Teile als Kurs anlegen und Teile begleitet. Also, das finde ich richtig schön. Und das ist für mich auch heute so dieses: Ja, wie gestalte ich das heute? Nicht mehr so, wie man es eben angeblich machen muss, sofern es das überhaupt gibt, sondern so, dass es auch zu mir passt und zu meinen Kund*innen.


Katharina: Danke, dass du das geteilt hast. Und ich glaube, für unsere Hörer*innen, da sind einige dabei, die sagen: Oh, gut, dass du mir das jetzt gesagt hast, weil dann kann ich mir diesen ganzen Prozess vielleicht ersparen und da einfach einen leichteren Weg nehmen.

Und ich finde das so wichtig, was du gerade gesagt hast: Es gibt so unglaublich viele Möglichkeiten, wie du Onlinekurse einsetzen kannst. Und oft habe ich das Gefühl, dieses laute Marketing rund um Onlinekurse dreht sich immer wieder um diesen einen Weg: Ein großes Thema, ein großes Signatureprogramm und da kann ich dann quasi mein ganzes anderes Angebot endlich aufgeben, weil dann macht der Kurs die Arbeit für mich. Und bei diesem Versprechen vom passiven Einkommen, da sind viele zu Recht skeptisch. Aber dabei ist Onlinekurse für mich und auch wie du das jetzt beschreibst kein Entweder-oder. Ich kann 1:1 arbeiten und einen Onlinekurs anbieten. Ich kann einen kleinen Kurs anbieten und danach ins 1:1 gehen. Ich kann mein 1:1 durch den Onlinekurs ergänzen oder einfach da Kurse drum herum bauen. Also es gibt so unglaublich viele Möglichkeiten.

Sonja: Ja, absolut. Ich glaube sowieso, dass dieses sich den eigenen Weg zugestehen – und manchmal ist das halt mehr Rausfinden als irgendwo eine Vorlage zu übernehmen –, ja, das macht schon auch mehr Arbeit. Aber ich glaube, auf mittlere bis längerfristige Sicht ist das eigentlich der einzige Weg.

Weil, wenn wir immer den Empfehlungen folgen, die am lautesten kommuniziert werden, zum Beispiel bei Onlinekursen – du hast gerade das mit den Signature-Kursen angesprochen –: Ich habe das Gefühl, das war mal wieder so ein Riesending. Alle, yay, da mache ich jetzt nur noch einen Signature-Kurs. Verkaufe ich den eigentlich? Okay, anderes Thema. Dann gab es aber auch diese Welle, die sehe ich jetzt gerade noch so mit den Mini-Kursen: Mach nur noch Mini-Kurse, löse dein Signatureprogramm auf. Also, wenn wir diesen ganzen Empfehlungen folgen, dann sind wir ja auch nur noch am Verändern unserer Kurse und können die gar nicht mehr wirklich hilfreich verkaufen, dass Leute damit arbeiten können.

Also ja, das finde ich interessant, das bei Marketing genauso. Dann früher war der Blog total empfehlenswert, dann war es so: Ach, du bloggst jetzt? Jetzt kehren wieder viele zurück zum Blog, weil sich immer mehr von Social Media abwenden. Dann hieß es: Macht Reels auf Instagram. Dann wieder: Macht keine Reels, macht Lives. Also, da wirst du ja verrückt, wenn du den ganzen Dingen folgen willst.

Von daher müssen wir auch auf uns hören und uns auch zugestehen, auf uns zu hören. Und sagen: Das passt zu mir. Und unterscheiden zwischen: Wo habe ich ein bisschen Angst, weil es ungewohnt ist – das ist okay, man muss nicht alles sofort profimäßig draufhaben, man darf sich rantasten. Und wo habe ich aber auch so ein Bauchkrampfen, weil es einfach nicht mein Ding ist, weil ich mich verstellen muss dafür? Und das dürfen wir auch sein lassen. Müssen wir nicht machen, ist okay, wenn wir es anders machen. Wir müssen dann halt eben eine Alternative finden und nutzen.


Onlinekurse ohne riesiges Launchevent verkaufen - geht das?

Katharina: Und das, was du gerade erwähnt hast mit diesem Ja, dann springe ich von Blog zu Social Media, zum Podcast zu was weiß ich was – gerade fürs leise Marketing fehlt dann so vom Drüber-Nachdenken der entscheidende Schritt, dass ich da Konsistenz aufbaue, dass ich da Vertrauen aufbauen kann. Und je mehr ich da auch hin und her springe, da baut sich dann wahrscheinlich auch gar nicht dieses Momentum auf, was dann für ein Marketing ohne Marktgeschrei wichtig ist, oder?

Sonja: Ja, ich glaube, da müssen wir ein bisschen differenzieren. Also grundsätzlich kann man verschiedene Kanäle nutzen. Man darf es sich auch ausprobieren. Also wenn jetzt jemand sagt: Oh, bloggen habe ich probiert, ist gar nicht mein Ding. Ja, dann zwinge ich ja niemanden dazu zu bloggen. Das Problem ist nur, dass viele Menschen denken, der Erfolg von Content Marketing kommt, wenn ich ein, zwei, dreimal was veröffentlicht habe. Und das ist nicht so. Das ist weder beim Blog so – der braucht Monate, bis du da wirklich was siehst an Ergebnissen. Es ist auch nicht bei Social Media so – auch wenn da jemand einem like gegeben hat, das ist noch kein Sichtbarkeitseffekt, der wirklich zählt.

Also da brauchen wir diese Kontinuität, dieses Dranbleiben. Das ist auch so ein Punkt von Professionalität. Wenn du irgendwo einen Laden siehst in der Stadt und sagst: Oh, der sieht ja interessant aus, behalte ich mal im Hinterkopf, gehe ich mal hin. Eine Woche später ist der nicht mehr da, weil er jetzt woanders aufgemacht hat. Dann hat er gar nicht diese Chance gehabt, dass sich ein Publikum aufbauen kann.

Von daher, ja, ich finde dieses Dranbleiben ganz wichtig beim Content. Ob du jetzt aber mal deinen Schwerpunkt ein bisschen verlagerst – ich habe zum Beispiel auch jahrelang vor allem gebloggt und habe jetzt aber ja auch einen Podcast, wo du ja dann auch zu Gast bist, hört da gerne mal rein. Und bin auch auf Instagram, auf die Art und Weise, wie es zu mir eben passt. Das ist, glaube ich, wichtig. Aber Kontinuität bedeutet für mich vor allem Dranbleiben.

Und beim Content natürlich auch, dass wir verschiedene Etappen bedienen. Man spricht im Marketing ja von einer Kundenreise. Also nicht nur: Hey, hier bin ich, kauf mein Angebot, sondern Vertrauen aufbauen – Vertrauen in deine Expertise, Vertrauen zu deinem Thema, dass du eine Lösung dafür hast. Unterscheidbarkeit auch aufbauen. Das ist was, wo viele Leute so hadern und sagen: Ja, mich unterscheidet halt nichts. Doch, doch. Es gibt bei jedem was, was ihn unterscheidet und was man betonen kann.


Katharina: Das finde ich einen sehr schönen Aspekt, einfach so ein Stück weit langfristiger zu denken. Und das ist eine super Überleitung zu dem, was ich dich jetzt als nächstes fragen wollte. Gerade diese Frage mit diesem langfristigeren Denken, ich glaube, das können wir auch fürs Onlinekurs-Marketing uns eine Scheibe von abschneiden. Weil oft ist das Onlinekurs-Marketing, du hast es ja vorhin schon beschrieben: Ich mache jetzt ein riesengroßes Launch-Event und danach die Sintflut, und dann irgendwann, wenn der Kurs fast rum ist, überlege ich mir, was ich dann als nächstes mache.

Wenn ich jetzt einen Onlinekurs ohne dieses riesengroße Marktgeschrei verkaufen möchte – du hast ja selber gesagt, das ist super anstrengend, und dieses Launchloch kennen sehr, sehr viele Onlinekursanbieter*innen, mit denen ich spreche. Was sind so die Möglichkeiten, die du noch ausprobiert hast, die du jetzt auch für dich gefunden hast, wie ich einen Onlinekurs vielleicht auch ins Marketing integrieren kann, ohne in dieses Höher, Schneller, Weiter zu verfallen?

Sonja: Ja, also ausprobiert habe ich jede Menge. Von daher ist das, was ich teile, auch so mein Weg. Es muss jetzt nicht für alle, die uns zuhören, der eine richtige Weg sein.

Ich habe für mich festgestellt, es kommt auch sehr darauf an, was ich für einen Kurs verkaufe. Ich habe zum Beispiel einen kleinen Kurs, der verkauft sich sehr gut über mein klassisches Marketing, wie ich es eh mache. Die Leute kommen auf die Seite, sehen den, nehmen den mit. Der braucht gar nicht so dieses Riesenevent drumherum. Wenn ich aber zum Beispiel meinen Website-Texte-Kurs verkaufe oder meine Sichtbarkeit-ohne-Marktgeschrei-Suite verkaufe, da braucht es schon was drumherum. Entweder launche ich dann mal – das mache ich im Moment sehr selten wegen besagten Launchlochs – und ja, dann können wir zum Beispiel über Evergreen Content, Evergreen Funnel nachdenken. Ist persönlich nicht mein Favorit, sind an sich gute Herangehensweisen, mir fehlt da immer so ein bisschen dieses direkt Verbindende.

Ich arbeite am liebsten darüber – und da bin ich wieder klassisch zurück bei diesen Wurzeln –: Ein Publikum aufzubauen, Sichtbarkeit aufzubauen für mein grundlegendes Thema, Leute auch in meinen Newsletter, in meine E-Mail-Liste einzuladen. Und da verkaufe ich dann in den allermeisten Fällen meine Onlinekurse. Also gar nicht mehr mit diesen Events, auch wenn ich mal Lust habe, mache ich mal eins, aber nicht mehr dieses: Ich muss wieder launchen, weil sonst verkaufe ich ja gar nichts.

Und auch da kann man ja mit seinem Content diese Phasen nachbilden. Das ist ja nicht nur, dass wir es auf Social Media oder im Blog abbilden, sondern auch da können wir das Problembewusstsein erst mal klarmachen. Wir können das Lösungsbewusstsein wecken und sagen: Hey, dein Problem musst du nicht hinnehmen, sondern du kannst es ändern. Und am Ende eben als Konsequenz auf unseren Onlinekurs hinführen.

Also, damit arbeite ich am liebsten. Das ist dann nicht mehr so dieses riesen Bäm. Es ist auch so, dass ich dann in der Regel weniger Kurse verkaufe bei so einem Durchgang – mit diesen BAM-Events ist es für mich aber in Ordnung, weil ich das mit der Kontinuität eben ausgleiche. Und ich kann damit einfach besser arbeiten.


Katharina: Das ist total schön, danke, dass du diesen Einblick auch geteilt hast. Weil ich mir gut vorstellen kann, dass einige von unseren Hörer*innen gerade sagen: Boah, ja, also wenn das auch so funktionieren kann mit einem Onlinekurs, wenn es da einfach auch Möglichkeiten und Wege gibt, so wie ich das ja auch jetzt für mein reguläres Marketing mir wünsche, dann ist es auf einmal nicht mehr dieses: Ja, ich hätte schon gerne einen Onlinekurs, aber weil ich genau weiß, dass das Marketing mir nicht taugt, mache ich das nicht.

Und ich kann mir vorstellen, dass das jetzt auch für viele so ein Schlüsselmoment ist, zu sagen: Ja, Mensch, klar, natürlich, auch mit einem Onlinekurs kann ich mir mein Marketing so zusammenstellen, dass es sich für mich stimmig anfühlt, dass ich da dahinter stehen kann. Und es muss nicht, ich glaube, das ist so die Kernbotschaft von dem Gespräch heute, es muss nicht dieser eine Weg sein, den wir vielleicht einfach im Kopf haben, der einfach am lautesten präsentiert wurde, sondern es gibt da rumherum noch unzählige andere Möglichkeiten, aus denen wir uns das zusammenstellen dürfen, was einfach für uns passt.


Sonjas Angebote: Für wen und wie läuft die Zusammenarbeit ab?

Katharina: Wenn jetzt jemand sagt, ich hätte da gerne Unterstützung, mir dieses Marketing-Potpourri zusammenzustellen, das wirklich zu mir passt – für wen ist deine Arbeit gedacht und wie kann ich mit dir zusammenarbeiten?

Sonja: Ja, also erstmal fände ich das sehr schön, wenn wir diese Message setzen könnten, dass ihr euren Weg suchen dürft und auch finden werdet.

Meine Arbeit richtet sich vor allem an Solo-Selbstständige oder solche, die es werden möchten, also auch Gründer*innen gehören zu meinen Kunden. Und ich unterstütze eben dabei, dass sie das, was sie an Wertvollem rausbringen, auch zeigen können, dass das sichtbar wird, dass sie klare Worte dafür finden.

Das mache ich mit Onlinekursen – ja, ich habe immer noch Onlinekurse, die könnt ihr dann gerne buchen und durchlaufen in eurem Tempo. Das ist das, was die Leute mir auch am meisten zurückmelden: Ich kann immer nur abends um 10 oder so an meinem Business arbeiten. Da gibt es keinen Call. Dafür finde ich Onlinekurse übrigens auch cool – dass wir einfach den Leuten ihre Lebensrealität lassen und dafür was zur Verfügung stellen.

Ich arbeite aber auch im 1:1. Wenn jemand sagt: Ich möchte dich an meiner Seite haben, ich möchte das aufdröseln und den Weg mit dir gemeinsam gehen, mit persönlichem Feedback und so weiter, dann biete ich auch 1:1-Mentoring an. Also, ihr könnt euch ja gern mal umschauen – von Kernaussage finden über Website-Texte schreiben bis zu Sichtbar werden ohne Marktgeschrei. Das ist so mein Portfolio.

Katharina: Wunderbar. Und ich finde das so schön, dass ich mir da quasi was rauspicken kann, gerade wie es für mich einfach auch passt und wie du sagst, wie es für die Lebensrealität auch passt. Weil gerade Gründer*innen, die haben ja oft noch beide Beine im Hauptjob, während sie sich das aufbauen. Und da finde ich es auch sehr schön, dass ich über Onlinekurse die Möglichkeit habe, die auch abzuholen, ohne dass das dann zusätzliche Belastung wird.


Abschluss

Katharina: Sonja, vielen Dank für dieses wunderbare Gespräch über Marketing und Onlinekurse und deine Erfahrungen, die du hier mit mir und unseren Hörer*innen geteilt hast. In meinem Podcast ist es Tradition, dass meine Gäste das Schlusswort bekommen. Was wäre so die eine Sache, die du unseren Hörer*innen heute unbedingt mit auf den Weg geben möchtest?

Sonja: Ich glaube, die wichtigste Sache ist: Es kommt auf die Stärke deiner Message an und nicht auf die Lautstärke. Also trau dich, bei deiner Message zu bleiben, trau dich aber auch, sie klar zu kommunizieren. Da musst du dich nicht der ganzen Lautstärke hingeben, die vielleicht nicht zu dir passt. Und kommst dann trotzdem weiter.


Hier findest du Sonja:

Sonjas Website: https://sonjamahr.de/
Sichtbar-ohne-Marktgeschrei-Roadmap für 0 €: https://sonjamahr.de/roadmap/
Sonjas Podcast: https://sonjamahr.de/podcast/


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